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Wälder am Schäferstein und am Hohen Rott bei Verliehausen
Das Gebiet ist ein historisch alter Waldstandort in den mittleren Höhenlagen des Sollings. Der Wald umfasst bodensaure Buchen- und Eichenwälder sowie Relikte alter Eichenhutewälder. Im Solling befinden sich, neben dem Harz, die mit Abstand größten und qualitativ bedeutendsten Vorkommen von Hainsimsen-Buchenwäldern des Berglands. Sie dienen als Nahrungs- und Jagdhabitat sowie als Fortpflanzungs- und Ruhestätte für das streng geschützte Große Mausohr und die Bechsteinfledermaus. Aus den Quellen im Gebiet entspringen der Klinkbach und der Lohbach, welche später in das FFH-Gebiet „Schwülme“ münden. Das Gebiet ist auch Lebensraum für zahlreiche seltene oder geschützte Arten, insbesondere von auf lichte, totholzreiche Bestände angewiesenen Käferarten (z. B. Hirschkäfer, Haarschildiger Halsbock, Eichen-Werftkäfer), Wildkatze, Baummarder und Iltis sowie den Feuersalamander. Zahlreiche standorttypische, auf strukturreiche Waldbestände angewiesene Vogelarten wie Kolkrabe, Mittelspecht, Schwarzspecht, Graus- und Grünspecht sind im Gebiet heimisch. Die Tagfalterart Kaisermantel ist ebenfalls nachgewiesen. Das Naturschutzgebiet dient dem Schutz desFFH-Gebietes 404 "Wälder am Schäferstein und am Hohen Rott bei Verliehausen". Zuständig ist derLandkreis Northeimals untere Naturschutzbehörde. Wählen Sie in der Infospalte weitere Informationen über das Gebiet aus...
Das Gebiet liegt im südöstlichen Niedersachsen im Landkreis Peine und hat eine Größe von ca. 89 ha. Das Klein Lafferder Holz ist eines der wenigen relativ naturnahen Waldgebiete im Bereich der niedersächsischen Schwarzerdegebiete. Es besteht überwiegend aus Eichen-Hainbuchenwald auf feuchten, kleinflächig nassen, mäßig bis gut nährstoffversorgten Standorten (Löss). Der Bodentyp ist ein Pseudogley aus schluffigem über tonigem Lehm. Im nordöstlichen Gebietsteil sind Fichtenforste eingestreut. Das Klein Lafferder Holz ist eines der größten Vorkommen des Lebensraumtyps 9160 (Sternmieren-Eichen-Hainbuchenwälder) in der Naturräumlichen Region Börden. Es wurde ehemals als Mittelwald genutzt. Der Anteil der Eichen liegt meist unter 25 %. Der Niederwald aus jüngeren Hainbuchen ist großflächig dominant und bis in die erste Baumschicht hochgewachsen. Der Buchenanteil liegt selten über 10 %, so dass hier keine Tendenz zu einer zeitnahen Umwandlung in buchendominierte Bestände zu erkennen ist. Die Krautschicht ist gut entwickelt und mäßig artenreich. Nur kleinere Teilbereiche im Osten des Gebietes sind dem Lebensraumtyp 9130 (Waldmeister-Buchenwald) zuzuordnen. Mit etwa 94 % ist der Flächenanteil mit Vorkommen von Lebensraumtypen des Anhangs I der FFH-RL sehr hoch. Die Erhaltungszustände der FFH-Lebensraumtypen sind zum größten Teil gut (B), kleinflächig mittel bis schlecht (C). Das Gebiet ist vollständig Privatwald mit einer Vielzahl von Eigentümern und sehr kleinteiliger Parzellierung. Das LSG dient dem Schutz des FFH-Gebietes Nr. 364 "Klein Lafferder Holz". Zuständig ist derLandkreis Peineals untere Naturschutzbehörde.
Der Hainberg mit Sennebach weist mit Silikatfelsen mit Felsspaltenvegetation, Orchideen-Kalkbuchenwäldern, Kalktrockenrasen, Buchen- und Eichenmischwäldern herausragende Schutzgüter und europaweit geschützte Lebensraumtypen auf. Von landesweiter Bedeutung sind dabei die ausgedehnten Buchenwälder in ihrer Ausprägung auf Kalk und Sandstein, die hier niedersachsenweit eines ihrer größten Vorkommen haben mit Pflanzenarten wie Weißem Waldvögelein oder Braunroter Ständelwurz. Die Sandsteinfelsen aus Hilssandstein der Unterkreide (vor etwa 110 Millionen Jahren entstanden) stellen das zweitgrößte Vorkommen von Silikatfelsen im niedersächsischen Teil des Weser- Leineberglandes dar. Der Sennebach als Teil des Gewässersystems der Nette genießt ebenfalls landesweite Bedeutung. Die Felsen weisen seltene Farne, Moose und Flechten auf wie Prächtiger Dünnfarn, Dreilappiges Peitschenmoos, Mondblättriges Kopfsprossmoos, Ebenästige Rentierflechte, Gefalteter Nabeling oder Felsen-Schwarzfilz. Das „Grüne Koboldmoos“ (Anhang II Art der FFH-Richtlinie) wurde im Gebiet wiederentdeckt, es galt in Niedersachsen seit mehr als 100 Jahren als ausgestorben. Das Große Mausohr, eine Fledermausart (Anhangs II und IV der FFH-Richtlinie) nutzt im Schutzgebiet die unterwuchsarmen Buchenwälder als Jagdgebiet. Das Gebiet dient dem Schutz der FFH-Gebiete 120 "Hainberg, Bodensteiner Klippen“ und 389 "Nette und Sennebach“. Zuständig ist derLandkreis Wolfenbüttelals untere Naturschutzbehörde.
Karl Meiners Torf und Humus GmbH - Vertiefungsantrag zum bestehenden Torfabbau mit intergrierter UVP-Prüfung
Die Firma Karl Meiners Torf und Humus GmbH hat den Antrag auf Änderung des Bodenabbaus zum Abbau von Torf nach den Vorschriften des Bundesnaturschutz-gesetzes (BNatSchG) und des Niedersächsischen Naturschutzgesetzes (NNatSchG), sowie den Unterlagen zur Umweltverträglichkeitsprüfung (UVPG) beim Landkreis Nienburg/Weser als untere Naturschutzbehörde vorgelegt und die Ge-nehmigung beantragt. Es wird beantragt, über die derzeit genehmigte Abbauordinate hinaus tiefergehend Torf abzubauen. Erste Pläne zur Planfeststellung von Gewässerausbaumaßnahmen im Zusammen-hang mit vertieftem Torfabbau wurden im November 2011 beim Landkreis Nien-burg/Weser eingereicht. Im Zuge des öffentlichen Beteiligungsverfahrens wurde festgestellt, dass der Gewässerausbau in einem größeren Zusammenhang gesehen werden muss und eine größere Lösung für große Teile des Lichtenmoores gesucht werden soll, um die unterschiedlichen Nutzungsinteressen zu berücksichtigen. In diesem Zusammenhang wurde ein Vorverfahren zu einem Flurbereinigungsverfahren eröffnet, in dem die Nutzungsinteressenten des zentralen Bereichs des Lichtenmoores versuchten, die Nutzungskonflikte zu lösen. Dieses Vorverfahren endete im Januar 2017. Es wurde sich auf ein Gewässer- und Erschließungskonzept geeinigt, sowie die Folgenutzung des Torfabbaus in Grundzügen einvernehmlich besprochen. Der Gewässer- und Wegeausbau soll über ein Flurbereinigungsverfahren geregelt werden. Es besteht die Pflicht zur Umweltverträglichkeitsprüfung ohne Vorprüfung gemäß § 1 Abs. 1 Niedersächsisches Gesetz über die Umweltverträglichkeitsprüfungen (NUVPG) in Verbindung mit Anlage 1 NUVPG, da es sich um einen nicht vom Berg-recht erfassten Abbau von Bodenschätzen mit mehr als 25 ha Fläche handelt. Der Änderungsantrag umfasst den in den Erläuterungsbericht UVP-Bericht, Abbildungen, Tabellen, Karten und sonstige Anlagen. Der Änderungsbereich der Abbaustätte beträgt 125,8 ha.
Das Gebiet besteht aus einem mosaikartigen Waldbereich auf einem historisch alten Waldstandort in einer vergleichsweise waldarmen Region. In großen Teilen dominieren bodensaurer Buchen- und Eichenmischwald sowie Eichen- und Hainbuchenmischwald mit ihren an den jeweiligen Standort angepassten Arten. Auf besonders nassen Böden sind Erlenbruchwald, Erlen-Eschenwald und Erlen- Eschensumpfwald vertreten. Sowohl im Randbereich des Ihlower Forstes als auch im Zentrum sind zudem Feucht- und Nassgrünlandbereiche vorhanden, die ebenfalls eine besondere Bedeutung für den Arten- und Biotopschutz haben. Diese Flächen sind Lebensraum für weitere gefährdete Arten, wie beispielsweise Sumpfdotterblume (Caltha palustris) oder Gelbe Wiesenraute (Thalictrum flavum). Zudem sind die Grünlandbereiche Habitat für Kleinstlebewesen und Insekten und dienen zahlreichen Vogelarten wie dem Baumfalken als Nahrungsgebiet. Die im Ihlower Forst vorhandenen Temporär- und Stillgewässer bieten u. a. Amphibienarten wie Teichmolch und Grasfrosch geeignete Laichgewässer. Das Krumme Tief durchfließt teilweise das Naturschutzgebiet und besitzt hinsichtlich seiner Gewässerstruktur und seines Gewässerrandstreifens ein sehr hohes Renaturierungspotenzial. Hervorzuheben ist zudem das auf den Ihlower Forst landesweit begrenzte Vorkommen der vom Aussterben bedrohten Stängellosen Schlüsselblume (Primula vulgaris) sowie das Vorkommen eines Auenwaldes mit Erle, Esche und Weide als prioritärer FFH-Lebensraumtyp. Das NSG dient dem Schutz desFFH-Gebietes 192 "Ihlower Forst". Zuständig ist der LandkreisAurichals untere Naturschutzbehörde. Wählen Sie in der Infospalte weitere Informationen über das Gebiet aus...
Das FFH-Gebiet „Asse“ umfasst den gleichnamigen, überwiegend bewaldeten Höhenzug östlich von Wolfenbüttel im Ostbraunschweigischen Hügelland. Die aus verschiedenen Gesteinen des Erdmittelalters aufgebaute Erhebung entstand durch das Emporsteigen tieferer Zechsteinsalze, die an der Asse auch abgebaut wurden. Die vielfältigen geologischen Gegebenheiten – kleinflächig wechseln sich Sand-, Kalk- und Tonsteine ab – bedingen das Vorkommen von Laubwäldern verschiedener Ausprägungen. Neben ausgedehnten Waldmeister-Buchenwäldern sind im Gebiet bodensaure Hainsimsen-Buchenwälder und kleinflächig artenreiche Orchideen-Kalk-Buchenwälder ausgebildet. Als Relikt historischer Waldbewirtschaftungsformen kommen lichte Labkraut-Eichen-Hainbuchenwälder vor, die durch ihren hohen Anteil an teilweise besonntem Tot- und Altholz wertvolle Lebensräume sind. In den trockenwarmen Wäldern auf Kalk wachsen einige seltene Pflanzenarten wie die Kleinblättrige Stendelwurz, die Schwarze Platterbse und das Immenblatt. Als besondere Kleinsthabitate sind im Nordwesten des Gebiets eine Kalktuffquelle sowie ein unterhalb dieser liegendes kalkreiches Niedermoor zu finden. Laubwälder feuchter Standorte werden im Gebiet von kleinen Beständen aus feuchten Eichen-Hainbuchenwäldern und von Auenwälder mit Erlen und Eschen repräsentiert. Die strukturreichen Laubwälder des Gebiets, in denen unter anderem die Wildkatze lebt, werden durch zerstreut ausgebildete Kalktrockenrasen ergänzt, in denen vereinzelt gefährdete Pflanzenarten, wie zum Beispiel das Rötliche Fingerkraut wachsen.
Das FFH-Gebiet „Sager Meer, Ahlhorner Fischteiche und Lethe“ liegt in den Naturräumen Cloppenburger Geest, Delmenhorster Geest und Hunte-Leda-Moorniederung nördlich von Cloppenburg. Zu dem Gebiet gehören mit einer aus zahlreichen künstlich angelegten Stillgewässern bestehenden Teichwirtschaft, den Geestseen Großes und Kleines Sager Meer mit den umgebenden Mooren und einem Abschnitt der Lethe verschiedene bedeutsame und artenreiche Feuchthabitate. Die Ahlhorner Fischteiche sind eine von der Lethe gespeiste, teils extensiv bewirtschaftete Teichwirtschaft, die ein wichtiges Ersatzhabitat für seltene Pflanzengemeinschaften darstellt. So beherbergen einige der temporär abgelassenen Fischteiche als nährstoffarme bis mäßig nährstoffreiche Stillgewässer gefährdete Pflanzenarten der Strandlings- und Zwergbinsengesellschaften wie den Flutenden Sellerie und den Wasserpfeffer-Tännel. In der Lethe, einem Nebenfluss der Hunte, leben Fluss- und Bachneunaugen. Alte, bodensaure Eichenwälder mit Stieleichen wachsen auf den flussbegleitenden Talsanden. Das Kleine und das Große Sager Meer sind Erdfallseen, die durch die Lösung tieferer salzhaltiger Gesteinsschichten entstanden sind. Als sehr nährstoff- und basenarmes Stillgewässer ist das Große Sager Meer Wuchsort des Strandlings (ehemals auch der Lobelie) und des streng geschützten Froschkrauts. Die Stillgewässer sind von renaturierungsfähigen, degradierten Hochmoorflächen umgeben. In einigen Bereichen sind Moorwälder aufgewachsen. Südwestlich der Sager Meere liegt das Dünengebiet „Kleiner Sand“ mit Heiden und Sandtrockenrasen. Zudem liegt das FFH-Gebiet in der Kulisse desIP-LIFE - Projektes "Atlantische Sandlandschaften".
Das FFH-Gebiet „Ilme“ umfasst den gut 30 km langen Bachlauf der Ilme, die im Solling entspringt und östlich von Einbeck in die Leine mündet. Außerdem gehören zum Gebiet einige kleine Nebenbäche der Ilme, so zum Beispiel die Dieße. Das Gebiet erstreckt sich über mehrere Naturräume des Weser-Leineberglands, für welches die aus verschiedenen mesozoischen Gesteinen aufgebauten, meist bewaldeten Höhenzüge und die lössgeprägten, überwiegend landwirtschaftlich genutzten Talmulden charakteristisch sind. Im Quellgebiet der Ilme sind kleinflächig torfmoosreiche Übergangs- und Schwingrasenmoore ausgebildet. Hier liegen auch mehrere kleine Teiche, die als dystrophe, das heißt nährstoffarme, durch Huminsäuren bräunlich gefärbte Stillgewässer oder als kleine nährstoffreiche Seen wertvolle Kleinsthabitate darstellen. Der Oberlauf der Ilme und ihre Zuflüsse Wolfsbach, Lummerke und Riepenbach fließen in nördlicher Richtung durch die überwiegend bewaldeten Ausläufer des Sollings. Nah der Gewässer wachsen auf sauren Böden Hainsimsen-Buchenwälder. Das südlich von Relliehausen beginnende Lössbecken bedingt eine Veränderung der an die Ilme angrenzenden Landschaft: Magere Flachland-Mähwiesen und Ackerflächen ersetzen die bodensauren Laubwälder. Über weite Strecken werden die Fließgewässer des Gebiets von einem schmalen Saum aus Erlen und Eschen oder verschiedenen Weidenarten begleitet. Kleinflächig sind insbesondere an der Dieße artenreiche feuchte Hochstaudenfluren ausgebildet.
Das FFH-Gebiet „Tillenberge“ umfasst einen kleinen Ausschnitt einer relativ naturnahen Flusslandschaft im Naturraum Nordhorn-Bentheimer Sandniederung südöstlich von Nordhorn. Durch das Gebiet fließt die Vechte, in deren Niederung neben Acker- und Grünlandflächen auch strukturreiche Hartholzauenwälder sowie vereinzelte Erlen-Eschen-Bestände vorkommen. Zeugnis über die frühere Dynamik des Fließgewässers geben einige schleifenförmige Altwasser – ein im Gebiet liegendes entspricht dem Lebensraumtyp der naturnahen und nährstoffreichen Stillgewässer. Die Vechte sowie die auentypischen Altarme und -wasser sind wertvolle Lebensräume für einige seltene Fischarten wie Steinbeißer und Bitterling. Jenseits der Aue finden sich weitgehend außerhalb des Grundwassereinflusses Flug- und Dünensande. Hier wachsen bodensaure Buchenwälder, teils mit der atlantisch verbreiteten Stechpalme in der Strauchschicht, und alte Eichenwälder mit Stieleiche. Die lichten Eichenwälder weisen in einigen Bereichen Spuren früherer Waldbewirtschaftungsformen wie Hutewaldnutzung auf und sind in ihrem Erhalt auch heute auf entsprechende Bewirtschaftungen angewiesen. Rechts der Vechte liegt ein kleines Dünengebiet, in welchem sich wertvolle Biotope des Offenlands erhalten konnten: Die von Zwergsträuchern wie Besenheide oder Ginsterarten gekennzeichneten Sandheiden werden kleinflächig von Trockenrasen mit Silber- und Straußgras ergänzt. Einige Wacholderbestände erhöhen die Strukturvielfalt der Heiden und Magerrasen und tragen zu dem charakteristischen Landschaftsbild bei. Von den trockenwarmen, teils offenen, teils verbuschten Lebensräumen profitiert unter anderem die streng geschützte Zauneidechse.
Das FFH-Gebiet „Schwülme und Auschnippe“ umfasst Abschnitte der beiden Fließgewässer Schwülme – ein kleiner Nebenfluss der Weser – und Auschnippe in den Naturräumen Solling, Bramwald und Reinhardswald sowie Sollingvorland. Die Schwülme entspringt im Südosten der Buntsandsteinerhebung Solling, fließt in einem Bogen über das südöstlich der Quelle liegende Hettensen, um die Fließrichtung dann nach Südwesten zu ändern. Westlich von Adelebsen mündet die von Süden kommende Auschnippe, deren Quelle im südlich von Dransfeld aufragenden Dransfelder Stadtwald liegt, in die Schwülme ein. Die Schwülme fließt nun in nordwestliche Richtung. Südlich von Bodenfelde jenseits der Landesgrenze zu Hessen mündet die Schwülme in die Weser. Zum FFH-Gebiet gehören das Quellgebiet und der niedersächsische Bereich des Schwülmetals sowie der untere Abschnitt der Auschnippe. Außerhalb der Ortschaften weisen Schwülme und Auschnippe einen naturnahen, partiell mäandrierenden Verlauf auf. Über weite Strecken entsprechen sie dem Lebensraumtyp der Fließgewässer mit flutender Wasservegetation. Verschiedene Wasserpflanzen und -moose wie der Flutende Wasserhahnenfuß und das Gemeine Brunnenmoos erhöhen hier die Strukturvielfalt. Das klare, sommerkühle Wasser und das kiesige Substrat der Fließgewässer begünstigen das Vorkommen des besonders geschützten Bachneunauges und der europaweit bedeutsamen Groppe, ein am Gewässergrund lebender Kleinfisch. Schwülme und Auschnippe werden von einem schmalen Saum aus Erlen, Eschen oder Weiden der Auenwälder begleitet, die an einigen Stellen mit artenreichen feuchten Hochstaudenfluren vergesellschaftet sind. Insbesondere im Quellgebiet und am Oberlauf der Schwülme sind auch größere Auenwälder und einige extensiv bewirtschaftete magere Flachland-Mähwiesen zu finden. Von den feuchten Habitaten in den Auen von Schwülme und Auschnippe profitiert unter anderem die winzige Schmale Windelschnecke, eine Art von gemeinschaftlicher Bedeutung.