Der Deichverband der II. Meile Alten Landes hat die Planfeststellung für die Änderung des mit Beschluss vom 28.03.2022 genehmigten Antrages auf Planfeststellung für die Errichtung des Hochwasserentlastungspolders Bullenbruch gemäß §12 des Niedersächsischen Deichgesetzes (NDG) i. V. m. §§ 68 ff Wasserhaushaltsgesetz (WHG) sowie den §§ 72 bis 78 des Verwaltungsverfahrensgesetzes (VwVfG) beantragt. Der Änderungsantrag umfasst im Wesentlichen, die im Abschnitt Poggenpohl genehmigte Spundwand mit mobilen Abschnitten durch einen grünen Deich zu ersetzen. Darüber hinaus umfasst der Änderungsantrag geänderte Transportwege für den Antransport von Schüttgütern im Bereich Ilsmoorbach, Poggenpohl, Hinterdeich, den Wegfall bzw. die Änderung von benötigten Flächen, insbesondere im Bereich der Bodenentnahmestelle 1, der Kompensationsmaßnahme 8 A sowie weiterer Flächen. Das Vorhaben wirkt sich im Bereich der Hansestadt Buxtehude, der Samtgemeinde Horneburg, der Gemeinde Jork, der Samtgemeinde Lühe sowie im Zusammenhang mit der Maßnahme notwendig werdender naturschutzrechtlicher Ausgleichs- bzw. Ersatzmaßnahmen auch im Bereich der Hansestadt Stade aus.
Das Gebiet ist im Süden geprägt von naturnahen Wäldern. Nördlich schließen Ackerfluren, Gebüsche und Grünland einer historisch gewachsenen Kulturlandschaft an, welche in der schmalen Aue des Pepperbaches und am Südhang des Sonnenberges liegen. Die Gebüsche und Grünlandflächen tragen zur Sicherung des Bodens in erosionsgefährdeten Hangflächen bei und vermindern den Bodeneintrag in die Gewässer. Besonders schutzbedürftig sind die Populationen mehrerer Amphibienarten (u. a. des Kammmolchs) und die artenreichen Laubwälder. Das Landschaftsschutzgebiet dient dem Schutz des FFH-Gebietes Nr. 388 "Kammmolch-Biotop Röderhofer Teiche". Zuständig ist derLandkreis Hildesheimals untere Naturschutzbehörde. Das Landschaftsschutzgebiet Röderhofer Teiche und Egenstedter Forst liegt im Süden von Egenstedt und etwa 10 km südöstlich von Hildesheim am Nordrand des Hildesheimer Waldes in Niedersachsen. Das 1967 ausgewiesene Landschaftsschutzgebiet befindet sich vollständig im Bereich der Gemeinde Diekholzen. Es wird unter der LSG-Kennung HI 00028 (CDDA-Code 323914) geführt und umfasst rund 320 Hektar Wald-, Offenland- und Gewässerflächen.
Das FFH-Gebiet „Hachetal“ umfasst die Aue der Hache zwischen Bensen im Süden und Syke im Norden sowie die unteren Abschnitte einiger ihrer Nebenbäche. Die Hache entspringt zwischen Engeln und Affinghausen im Naturraum Syker Geest, den sie in vorwiegend nördlicher Richtung durchfließt, um nördlich von Weyhe in die Ochtum zu münden. Obwohl die Hache über weite Strecken begradigt ist, zeichnet sie sich doch durch relativ naturnahe Strukturen mit verschiedenen Wasserpflanzen aus und entspricht daher im gesamten Gebiet dem Lebensraumtyp der Fließgewässer mit flutender Wasservegetation. Sie ist unter anderem ein geeigneter Lebensraum für das besonders geschützte Bachneunauge. Die Ufer werden von strukturreichen Röhrichten, artenreichen feuchten Hochstaudenfluren oder Erlenbeständen gesäumt. In teils kleineren, teils auch ausgedehnten Beständen finden sich in der Bachniederung Auenwälder mit Erlen und Eschen, Quell- und Bruchwälder. Kleinflächig wachsen, im Übergang der Aue zu den zumeist von Sandlöss geprägten Böden der Geest, Hainsimsen-Buchenwälder und bodensaure Eichenwälder mit Stieleiche. In der vielfältigen Aue der Hache findet unter anderem der Fischotter geeignete Lebensräume.
Das FFH-Gebiet „Geestmoor und Klosterbachtal“ erstreckt sich zwischen den Ortschaften Bassum im Norden und Scholen im Süden und umfasst Abschnitte der teils vermoorten Auen des Klosterbachs und einiger seiner Zuflüsse im Naturraum Syker Geest. Der Klosterbach, teils naturnah mäandrierend, teils begradigt, entspricht über kurze Strecken dem Lebensraumtyp der naturnahen Fließgewässer mit flutender Wasservegetation. Er entspringt im Geestmoor, im südlichen Gebietsteil, in welchem auch die Quelle der nach Süden fließenden Kleinen Aue liegt. Die Hoch- und Niedermoortorfe des Geestmoors sind von strukturreichen Moorwäldern mit Moor-Birken und Wald-Kiefern bestanden. Kleinflächig kommen auch torfmoosreiche Übergangs- und Schwingrasenmoore vor. Der weitere Lauf des Klosterbachs wird von naturnahen Erlen-Eschen-Auenwäldern begleitet, die im Übergang zu den sandigen Böden der Geest von zumeist kleineren Beständen bodensaurer Buchen- und Eichenwälder abgelöst werden. Während viele der Bachauen Niedersachsens von Grünland geprägt werden, sind es an dem im Gebiet liegenden Abschnitt des Klosterbachs insbesondere die Auenwälder, welche das Landschaftsbild bestimmen und wertvolle Habitate für verschieden Tier- und Pflanzenarten bilden.
Das FFH-Gebiet „Quellsumpf am Heiligenberg“ liegt nordöstlich von Hehlen und umfasst ein wertvolles Feuchtbiotop im Weserengtal von Bodenwerder. An die nordöstliche Gebietsgrenze schließt sich die Erhebung des Heiligenbergs an, während die südwestliche Grenze durch das Weserufer markiert wird. Den größten Flächenanteil nehmen in dem kleinen Gebiet Auenwälder mit Erlen und Eschen oder Weiden ein. Außerhalb der Aue gehen sie in einen kleinen Waldmeister-Buchenwald über. Einen besonderen Lebensraum bilden die den Quellsumpf speisenden Kalktuffquellen. Das kalkhaltige Wasser prägt das dauerfeuchte Gelände des langgestreckten Quellhorizonts und die darin ausgebildeten Hochstaudenfluren. In dem kleinen Gebiet findet die Bauchige Windelschnecke, eine Art gemeinschaftlicher Bedeutung, geeignete Lebensräume. Die seltene Schnecke ernährt sich von auf Gräsern wachsenden Pilzen und ist daher auf kalk- und nährstoffreiche Feuchthabitate mit ihrer charakteristischen strukturreichen Vegetation angewiesen – Bedingungen, die sie in dem Quellsumpf am Heiligenberg vorfindet. Auch die Gestreifte Quelljungfer profitiert von dem kleinen, aber vielfältigen Feuchthabitat.
Das FFH-Gebiet „Bullenkuhle“ liegt westlich von Bokel und umfasst ein Kleinstmoor mit umgebenden Heiden und Wacholdergebüschen in einer als Erdfall entstandenen Senke. Tiefere Salzschichten unter den charakteristischen Geestböden der Hohen Heide waren hier Lösungsprozessen ausgesetzt, die letztlich zum Einbruch der oberen Gesteins- und Bodenschichten führten. Stauende Schichten begünstigten die Entstehung eines Gewässers am Grund des Erdfalls, welches im Zuge natürlicher Sukzession zunehmend verlandet. So ist im Gebiet nur noch eine kleine offene Wasserfläche zu finden, die dem Lebensraumtyp der dystrophen, das heißt mineralstoffarmen, durch Huminsäuren bräunlich gefärbten Stillgewässer entspricht. Sie ist von torfmoosreichen Übergangs- und Schwingrasenmooren sowie nassen Torfmoor-Schlenken umgeben. Kleinflächig kommen die typischen Pflanzenarten der lebenden, also torfaufbauenden Hochmoore vor. Die Hänge der Erdfallsenke sind hingegen von trockenen Heiden bedeckt. Eingestreute Wacholdergebüsche erhöhen die Strukturvielfalt dieser durch Vorkommen der verbreiteten Besenheide geprägten Habitate.
Das FFH-Gebiet „Poggenpohlsmoor“ liegt nordwestlich von Wildeshausen im Naturraum Delmenhorster Geest und wird durch seine Lage am Rand der Hunteniederung geprägt. Gespeist von unter anderem Sickerwasser aus der östlichen, höhergelegenen Geest konnte sich hier ein kleines, aber wertvolles Übergangsmoor entwickeln. Das Moor wird insbesondere von strukturreichen Moorwäldern mit Moor-Birken und Wald-Kiefern sowie von Erlen-Bruchwäldern geprägt. Vereinzelt finden sich mit Übergangs- und Schwingrasenmooren bedeutende Biotope des Offenlands, in welchen sich auch aufgrund des vergleichsweise hohen Basengehalts einige botanische Besonderheiten finden lassen. Hierzu gehört unter anderem die in Niedersachsen stark gefährdete Draht-Segge. Die Moorbiotope im zentralen Gebiet werden im Westen von zumeist intensiv bewirtschafteten, nährstoffreichen Grünlandflächen begrenzt. Kleinflächig finden sich hier auch magere Flachland-Mähwiesen. Im Osten schließen sich an das Poggenpohlsmoor Nadelforsten und kleine Bestände bodensaurer Eichenwälder mit Stieleiche an.
Das FFH-Gebiet „NSG Baumweg“ liegt nordöstlich von Cloppenburg und ist durch seine alten und naturnahen Laubwälder ein bedeutender Lebens- und Rückzugsraum verschiedenster Tier-, Pilz- und Pflanzenarten im Naturraum Cloppenburger Geest. Die alt- und totholzreichen Wälder weisen noch heute Merkmale einer ehemaligen Hutewaldnutzung auf – eine Beweidung förderte unterwuchsfreie, oftmals von Eichen (wertvolle Mastbäume) dominierte und daher lichte Wälder mit teils knorrigen Baumgestalten. Auch durch die lange Habitatkontinuität, befindet sich das Gebiets doch auf einem sogenannten alten Waldstandort, konnten sich die charakteristischen Strukturen und Lebensgemeinschaften naturnaher Laubwälder vergleichsweise ungestört entwickeln. Neben bodensauren Eichenwäldern mit Stieleiche wachsen auf den frischen, basenarmen Böden auch Hainsimsen-Buchenwälder. Kleine, teils mit Mulm gefüllte Höhlen in Altbaumbeständen stellen geeignete Habitate für den Eremiten dar, eine streng geschützte Käferart.
Das Naturschutzgebiet befindet sich in der Stadt Bremervörde östlich der Ortschaft Bevern im Landkreis Rotenburg (Wümme) und hat eine Größe von circa 196 ha. Es handelt sich um einen naturnahen Waldkomplex mit Nadelholzforsten und naturschutzfachlich wertvollen bodensauren Eichen-Mischwäldern, feuchten Stieleichen-Hainbuchenwäldern, Erlen-Eschenwäldern, Eschen-Hainbuchenwäldern sowie Drahtschmielen-Buchenwäldern. Im Westen, in größtenteils naturnahen Eichen- und Buchenwäldern, befinden sich mehrere Kleingewässer, die als Sommerlebensraum für den Kammmolch (Triturus cristatus) von Bedeutung sind sowie ein Ziegeleisee. Innerhalb des Waldes und randlich befinden sich vereinzelt Grünlandflächen. Im gesamten Waldgebiet sind gut ausgebaute Wege vorhanden, die für die ruhige Erholung zum Wandern und Radfahren genutzt werden können. Das Naturschutzgebiet dient dem Schutz desFFH-Gebiets 030 "Oste mit Nebenbächen". Zuständig ist derLandkreis Rotenburg (Wümme)als untere Naturschutzbehörde. Wählen Sie in der Infospalte weitere Informationen über das Gebiet aus...
Das Naturschutzgebiet ist ein durch Bodenabbau und Entwässerung erheblich verändertes Hochmoorgebiet. Es setzt sich aus vier Teilräumen zusammen. Das FFH-Gebiet "Wolfmeer" im Südwesten besteht im zentralen Teil aus einem Resthochmoorsockel und ist geprägt von einem naturnahen Kleinsthochmoor mit einem verlandenden dystrophen Hochmoorsee, intakten Hoch- und Übergangsmoorstadien und unterschiedlichen Moorbirkenwaldstadien. Daran westlich angrenzende Flächen beherbergen verschiedene Sukzessionsstadien auf Hochmoor oder werden unterschiedlich intensiv als Hochmoorgrünland genutzt. Der nördlich angrenzende Teilraum zeichnet sich durch degradierte, in der Entwicklung befindliche Sukzessionsstadien auf Hochmoor, eine Sandentnahme (Kolk Königsmoor) mit Bedeutung für typische Tierarten, Waldflächen sowie strukturreiches extensiv bis intensiv genutztes Grünland mit randlichen Gehölzstrukturen auf überwiegend abgetorften Hochmoorstandorten aus. Daran östlich angrenzend befindet sich ein Bereich in Hochmoorregeneration auf wiedervernässten Hochmoorstandorten sowie extensivem Hochmoorgrünland und verschiedenen Sukzessionsstadien auf Hochmoor. Im Teilraum östlich der Kreisstraße befinden sich nasse Hochmoorstandorte mit unterschiedlichen Sukzessionsstadien auf abgetorftem Hochmoor und überwiegend extensiv genutztes Hochmoorgrünland. Das NSG dient dem Schutz desFFH-Gebietes 216 "Wolfmeer". Zuständig ist derLandkreis Leerals untere Naturschutzbehörde. Wählen Sie in der Infospalte weitere Informationen über das Gebiet aus...