Das FFH-Gebiet „Weiher am Syenvenn“ liegt zwischen Nordhorn im Norden und Bad Bentheim im Süden und wird dem Naturraum Nordheim-Bentheimer Sandniederung zugeordnet. Von besonderer Bedeutung sind die im Gebiet liegenden Stillgewässer, die aufgrund ihres geringen Nährstoffgehalts Lebensraum einiger konkurrenzschwacher Pflanzenarten sind. In unmittelbarer Nähe befindet sich das FFH-Gebiet058 „Syen-Venn“, ein Hochmoor, zu dessen Schutz die umgebenden Grünlandflächen einer extensiven Bewirtschaftung unterliegen, um den Nährstoffeintrag zu minimieren. Hiervon profitieren auch die kleinen Weiher im Gebiet, die dem Hochmoor südlich vorgelagert sind. Sie entsprechen dem Lebensraumtyp der nur mäßig nährstoffreichen Stillgewässer mit Strandlings- oder Zwergbinsenvegetation. Auf dem während der Sommermonate partiell oder vollständig trockenfallenden Teichboden finden einige mitunter sehr seltene Pflanzenarten geeignete Standortbedingungen. So wachsen hier unter anderem der Pillenfarn und der Flutende Sellerie. Auch das streng geschützte Froschkraut ist in den Gewässern des kleinen Gebiets zu finden, eine Pflanzenart, deren Lebensräume – ebenso wie die weiterer Arten der Strandlingsgesellschaften – durch die hohen Nährstoffeinträge in die Gewässer selten geworden sind.
Das NSG umfasst ein Anmoor- bis Übergangsmoorgebiet auf der Wesermünder Geest. Charakteristisch für das Gebiet sind senkrecht zu den Höhenlinien verlaufende Übergänge zwischen Sandboden- und Moorbodenbiotopen, entsprechend zunehmender Feuchte. Am nördlichen und hochgelegenen Rand des NSG befinden sich trockene Ausbildungen des Eichen-Mischwaldes, der Sandheide und Magerrasen. Der Übergangsmoorbereich befindet sich überwiegend in einem jungen Verwaldungsstadium mit zwergstrauchreichem oder pfeifengrasreichem Unterwuchs, in dem die torfbildenden Pflanzengesellschaften zurückgedrängt werden. Die Waldstadien schließen offene Moorheidestadien wie das Moorlilien-Anmoor und das Glockenheide-Moordegenerationsstadium ein, in denen noch bultbildende Torfmoose vorkommen. Am südlichen Übergang in die Bachniederung geht das Übergangsmoor in eine nährstoffarme Ausbildung des Erlen-Birkenbruchwaldes über. Zuständig sind die LandkreiseOsterholzundCuxhavenals untere Naturschutzbehörden. Natur erleben ohne zu stören: Bleiben Sie bitte auf den Wegen und führen Sie Hunde an der Leine. Wählen Sie in der Infospalte weitere Informationen über das Gebiet aus...
Das Gebiet ist charakterisiert durch den nach Sandabbau freiliegenden Rohboden, die dadurch verursachte Nährstoffarmut des Standortes und die besonderen Wasserverhältnisse mit Überstauung oder hoch anstehendem Grundwasser. Es umfasst das Gewässer und den Uferbereich und bietet besonderen, an diese Standortverhältnisse angepassten Arten einen Lebensraum. Der besondere Schutzzweck ist die Erhaltung, Entwicklung und Wiederherstellung der ehemaligen Abbaustelle als nährstoffarmes Stillgewässer mit nährstoff- und basenarmem klarem Wasser, unbeschatteten, flachen, von Bewuchs durch Bäume und Sträucher freien Ufern mit einer rohbodentypischen Pflanzengesellschaft, u. a. mit dem Schwimmenden Froschkraut (Luronium natans). Weiterhin soll der Lebensraumtyp der nährstoffarmen bis mäßig nährstoffreichen Stillgewässer mit Strandlings- oder Zwergbinsen-Gesellschaften mit seinen charakteristischen Tier- und Pflanzenarten gefördert bzw. wiederhergestellt werden. Der Nährstoffgehalt und der Wasserchemismus sollen sich nicht durch das Einbringen von Stoffen verändern. Das Naturschutzgebiet dient dem Schutz desFFH-Gebietes 248 "Sandgrube Pirgo“. Zuständig ist derLandkreis Cloppenburgals untere Naturschutzbehörde. Wählen Sie in der Infospalte weitere Informationen über das Gebiet aus...
Das Naturschutzgebiet erstreckt sich auf der Bergkuppe des Schweinebergs und ist geprägt von sehr alten, naturnahen Waldmeister-Buchenwaldgesellschaften im weiten Stand und einer sehr gut entwickelten Krautschicht. Der Wald ist aus einer Ackeraufforstung zu Beginn des 20 Jahrhundert hervorgegangen. Es wurden schon in frühen Jahren der forstlichen Bewirtschaftung markante Einzelbäume gefördert. Charakteristisch sind im Frühjahr die zahlreichen Märzenbecher, die dort gehäuft vorkommen aufgrund des Kalkbodens, des speziellen Kleinklimas und des Schutzes durch die mittelalten Buchen (60-80 Jahre). Dieser Blütenteppich erstreckt sich auf einer Fläche von 1,2 km Länge und 300 m Breite und ist für die Gegend des Weserberglandes einmalig. Da die Buchen im zeitigen Frühjahr noch kein Laub entwickelt haben, kommen noch weitere Frühjahrsblüher wie Buschwindröschen und einzelne Lerchensporne vor und prägen den besonderen Frühjahrsaspekt des Schweinebergs. Zur Märzenbecherblüte werden geführte Naturwanderungen durch Fachpersonal angeboten. Zuständig ist die StadtHamelnals untere Naturschutzbehörde. Natur erleben ohne zu stören: Bleiben Sie bitte auf den Wegen und führen Sie Hunde an der Leine. Wählen Sie in der Infospalte weitere Informationen über das Gebiet aus...
Das FFH-Gebiet „Fintlandsmoor und Dänikhorster Moor“ umfasst vier räumlich getrennt liegende Hochmoorrestflächen in der Hunte-Leda-Moorniederung südwestlich von Bad Zwischenahn. Das früher ausgedehnte Fintlandsmoor wurde durch Entwässerung, Torfabbau und schließlich durch Kultivierung und landwirtschaftliche Nutzung stark überprägt. Im Gebiet konnten sich aber insbesondere in den Teilflächen Fintlandsmoor im Norden und Dänikhorster Moor im Süden einige hochmoortypische Strukturen erhalten bzw. durch Renaturierungsmaßnahmen wieder entwickeln. Flächenmäßig dominieren im Gebiet strukturreiche Moorwälder, die von Moor-Birken und den Bulten des Pfeifengrases geprägt werden. An waldfreien Standorten kommen renaturierungsfähige, degradierte Hochmoorflächen vor, in welchen neben den verbreiteten Pflanzenarten Besenheide und Pfeifengras auch hochmoortypische Arten wie der Rundblättrige Sonnentau wachsen. Die ehemaligen Torfstiche sind, auch durch die teilweise Wiedervernässung des Moors, wassergefüllt und entsprechen dem Lebensraumtyp der dystrophen, das heißt nährstoffarmen, durch Huminsäuren braun gefärbten Stillgewässer. Kleinflächig ist auf nassem Torfboden die licht wachsende, niedrige Vegetation der Torfmoor-Schlenken zu finden.
Das FFH-Gebiet „Nemitzer Heide“ liegt in Ostniedersachsen im bereits kontinental geprägten Wendland zwischen Trebel im Nordwesten und Prezelle im Südosten. Als Teil der Gartower Tannen war auch die Nemitzer Heide bis in die 1970er Jahre von ausgedehnten Kiefernforsten bestanden. Durch einen Waldbrand wurden diese auf weiter Fläche zerstört und großflächig durch Zwergstrauchheiden ersetzt, die heute durch Pflegemaßnahmen als wertvoller Lebensraum verschiedener Tier- und Pflanzenarten erhalten werden. Prägend für den östlichen Teil des Naturraums Lüchower Niederung sind die durch flachwellige Dünenfelder überlagerten Talsandflächen. Auf den nährstoffarmen Sanden der Binnendünen und Talsandniederungen kommen im Gebiet in einem teils kleinflächigen Mosaik von der Besenheide dominierte Zwergstrauchheiden, Silbergrasfluren und Offenbodenbereiche vor. Zwischen den Heideflächen finden sich Kiefernforste. Vereinzelte angelegte Teiche entsprechen, je nach Wasserqualität und Vegetationsausprägung, dem Lebensraumtyp der mäßig nährstoffreichen Stillgewässer mit Strandlings- oder Zwergbinsenvegetation oder der dystrophen, das heißt nährstoffarmen, durch Huminsäuren bräunlich gefärbten Stillgewässer. Im Süden und Westen des Gebiets finden sich auf besser mit Wasser und Nährstoffen versorgten Böden kleinflächig magere Flachland-Wiesen.
Das FFH-Gebiet „Wollingster See mit Randmoor“ liegt nordöstlich von Beverstedt im Naturraum Wesermünder Geest und umfasst den Wollingster See, einen Geestsee, sowie sich südlich anschließende Habitate auf Hochmoortorfen. Der Wollingster See ist – darauf jedenfalls deuten die derzeitigen Erkenntnisse hin – ein im Permafrostboden während der jüngsten Weichsel-Kaltzeit entstandener sogenannter Pingo: Eine sich im Untergrund gebildete Eislinse wölbte die über sich liegenden Substratschichten auf, die durch teilweises Abrutschen als Wall an den Hängen abgelagert wurden. Nach Abschmelzen und Einbruch der aufgewölbten Schichten kam es zur Ausbildung eines Stillgewässer. Der sehr tiefe Wollingster See mit dem nordöstlich vorgelagerten und wallartig ausgebildeten Seeberg besitzt viele der Merkmalsstrukturen eines Pingos. Zudem liegt das FFH-Gebiet in der Kulisse desIP-LIFE - Projektes "Atlantische Sandlandschaften".