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20.057 Ergebnisse
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Icon Laubwälder südlich Seelze
Bei dem Gebiet handelt es sich überwiegend um einen naturnahen Laubwaldbereich, der sich in zwei räumlich getrennte Teilgebiete, den „Kirchwehrener Wald“ (auch Großes Holz) und den „Almhorster Wald“ (auch Lohnder Holz), aufteilt. Beide Waldbereiche weisen historisch alte und naturnahe Waldbodenstrukturen auf. Das nördliche Teilgebiet des Almhorster Waldes wird von mäßig feuchten bis feuchten Eichen- und Hainbuchenmischwäldern dominiert. Insbesondere im östlichen Bereich kommen größere Bestände mesophiler Buchenwälder kalkärmerer Standorte des Tieflands vor. Der Waldbereich wird vom Lohnder Bach durchflossen, der teilweise noch naturnah ausgeprägt ist und an dem sich kleinere Erlen- und Eschenbruchwälder, finden. Das südliche Teilgebiet des Kirchwehrener Waldes besteht nahezu vollständig aus Eichen- und Hainbuchenmischwäldern in mäßig feuchten bis feuchten Ausprägungen. Buchenwaldbestände kommen nur kleinräumig vor. Der Wald wird von der überwiegend naturnah ausgeprägten Kirchwehrener Landwehr mit vereinzelten Erlen- und Eschenbruchwälder durchzogen. In unmittelbarer Randlage des Waldbereiches finden sich einzelne Grünlandbereiche, die wertvolle Lebensräume für Insekten sowie Jagdhabitate für Fledermäuse und Greifvögel darstellen. Im Naturschutzgebiet kommt eine Vielzahl geschützter und gefährdeter Tierarten vor, insbesondere Fledermäuse wie Bechsteinfledermaus, Großes Mausohr, Wasserfledermaus, Großer Abendsegler, Fransenfledermaus sowie Zwergfledermaus. Die Waldbereiche sind Brut- und Nahrungsgebiet u. a. von Schwarzspecht und Rotmilan. Im nördlichen Bereich des Almhorster Waldes gibt es ein lokales Vorkommen des Feuersalamanders. Das NSG dient dem Schutz desFFH-Gebietes 343 "Laubwälder südlich Seelze". Zuständig ist dieRegion Hannoverals untere Naturschutzbehörde. Wählen Sie in der Infospalte weitere Informationen über das Gebiet aus...
Zuletzt aktualisiert: 15.11.2019
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/ Naturschutzgebiet
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Icon Marschen am Jadebusen-West
Beim Landschaftsschutzgebiet „Marschen am Jadebusen – West“ handelt es sich um landwirtschaftlich genutzte, weitgehend offene und gehölzarme Marschgebiete mit eingestreuten Höfen und Einzelhäusern. Das binnendeichs an den Jadebusen und damit an den Nationalpark „Niedersächsisches Wattenmeer“ grenzende Gebiet gehört zur Naturräumlichen Unterregion Watten und Marschen bzw. naturräumlichen Haupteinheit Wesermarschen und ist hauptsächlich durch Grünlandnutzung geprägt. Ackerflächen nehmen einen kleinen Anteil ein. Gehölzbestand fehlt fast völlig, Baumbewuchs ist lediglich in Form kleiner Hofgehölze, Baum- und Gebüschreihen zu finden. Im Gebiet liegen Haus- und Hofstellen entlang der Straßen. Zusätzlich sind Einzelgehöfte in die Landschaft eingestreut. Deichnah befinden sich einige Kleibodenentnahmestellen, die von besonderer Bedeutung für die Vogelwelt sind. Das Gebiet ist für Gastvogelarten des Offenlandes von besonderer Bedeutung. Dies ergibt sich insbesondere aus der Nähe zum Nationalpark „Niedersächsisches Wattenmeer“. Ein Teil dieser Vögel nutzt das Gebiet vor allem als Hochwasserrastplatz und Nahrungsgebiet (insbesondere Löffler, Watvögel, Möwen), andere Vogelarten (insbesondere Gänse, Enten) nutzen das Gebiet primär zur Rast und zur Nahrungssuche, während ihre Schlafplätze innerhalb des Nationalparks liegen, die allabendlich angeflogen werden. Neben den Gastvögeln kommt bei den Brutvögeln in erster Linie der Gruppe der Wiesenvögel eine besondere Bedeutung zu, da mehrere Teilgebiete aktuell den Rang eines Vogelbrutgebietes nationaler Bedeutung besitzen. Das LSG dient dem Schutz desEU-Vogelschutzgebietes V64 "Marschen am Jadebusen"sowie desFFH-Gebietes 180 "Teichfledermaus-Habitate im Raum Wilhelmshaven". Zuständig ist derLandkreis Frieslandals untere Naturschutzbehörde.
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/ Landschaftsschutzgebiet
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Icon Syen-Venn
Das NSG Syen-Venn ist ein durch früheren Torfabbau und Entwässerung beeinträchtigtes Hochmoor mit verschiedenen Degenerations- und Regenerationsstadien. In dem Gebiet kommen praktisch alle für Hochmoore typischen FFH-Lebensraumtypen (LRT) vor. Vorherrschend sind sekundäre, z. T. torfmoosreiche Birken-Moorwälder. Besonders bedeutsam sind die Vorkommen des prioritären LRT 7110 (Lebende Hochmoore), wobei sehr bemerkenswert ist, dass sich die naturnahe Hochmoorvegetation wieder sekundär entwickeln konnte. Besonders herauszustellen sind die sekundären Ausbildungen naturnaher Bult-Schlenken-Komplexe. Daneben stellen auch feuchte Heidestadien, Schnabelried-Stadien und Wollgras-Torfmoos-Schwingrasen besonders wertvolle Biotope dar. Im Gebiet wurden mehrere Rote-Liste-Pflanzenarten, wie z. B. Rosmarinheide, Gewöhnliche Moosbeere und Mittlerer Sonnentau nachgewiesen. Damit hat das FFH-Gebiet insgesamt eine hohe Bedeutung für den Schutz hochmoortypischer Blütenpflanzen. Als weitere herausragende Zielarten des Naturschutzes sind der Große Heufalter, der Enzianbläuling, die Hochmoorbodeneule und der Ziegenmelker zu nennen. Das Syen-Venn ist das größte Hochmoor des Naturraums Nordhorn-Bentheimer Sandgebiete mit gut ausgeprägter Moorvegetation, ausgedehnten Birken-Moorwäldern, z. T. torfmoosreichen und nährstoffarmen Stillgewässern. Das Naturschutzgebiet ist nahezu vollständig von einem ca. 250 ha großen Grünlandgürtel umgeben, der als Lebensraum für Wiesenvögel extensiv bewirtschaftet wird. Das NSG dient dem Schutz desFFH-Gebietes 058 "Syen-Venn" Zuständig ist derLandkreis Grafschaft Bentheimals untere Naturschutzbehörde. Wählen Sie in der Infospalte weitere Informationen über das Gebiet aus...
Zuletzt aktualisiert: 21.07.2016
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/ Naturschutzgebiet
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Icon Großes Moor bei Wistedt
Das FFH-Gebiet „Großes Moor bei Wistedt“ liegt westlich von Tostedt im Naturraum Wümmeniederung und umfasst ein durch Entwässerung und Torfabbau überprägtes, in Teilen aber noch naturnahes Hochmoor. Die flache Niederung – einst als Sander vor den Gletschern der Saale-Kaltzeit entstanden – ist in weiten Bereichen von Hoch- und Niedermooren sowie von grundwasserbeeinflussten Böden geprägt. So sind die Lebensräume des Gebiets auch durch die räumliche Nähe zu weiteren naturnahen Moorbiotopen, zum Beispiel im FFH-Gebiet 038 „Wümmeniederung“, bedeutsam für den Schutz und Erhalt der charakteristischen Lebensgemeinschaften der Moore. Im zentralen Gebiet prägen renaturierungsfähige, degradierte Hochmoorflächen das Landschaftsbild. Kleinflächig haben sich in lebenden Hochmooren auch hochmoortypische Bulten- und Schlenkenkomplexe erhalten bzw. wieder entwickelt. Offene Wasserflächen in ehemaligen Torfstichen entsprechen dem Lebensraumtyp der dystrophen, also nährstoffarmen, durch Huminsäuren bräunlich gefärbten Stillgewässer. Partiell haben sich in den Torfstichen auch nasse Torfmoor-Schlenken entwickelt – der Torfboden weist hier eine oftmals nur spärliche Vegetationsbedeckung mit unter anderem verschiedenen Torfmoosarten und dem Weißen Schnabelried auf. Die weitgehend gehölzfreien Moorbiotope sind von lichten, reich strukturierten Moorwäldern umgeben, die sekundär auf den Hochmoortorfen aufwachsen konnten und weitere wertvolle Habitate für verschiedene Tier- und Pflanzenarten darstellen. Das Gebiet ist nicht nur für den Schutz von Lebensraumtypen und Arten der FFH-Richtlinie wichtig, sondern auch für die Vogelwelt gemäß der EU-Vogelschutzrichtlinie von Bedeutung. Eine Beschreibung hierzu findet sich auf der oben verlinkten Webseite zum EU-Vogelschutzgebiet V22 „Moore bei Sittensen“.
Zuletzt aktualisiert: 26.11.2015
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/ Fauna-Flora-Habitat-Gebiet (FFH)
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Icon Aller (mit Barnbruch), untere Leine, untere Oker
Das FFH-Gebiet „Aller (mit Barnbruch), untere Leine, untere Oker“ umfasst mit der Aller zwischen Wolfsburg und Verden sowie den Unterläufen ihrer linken Nebenflüsse Oker und Leine ein ausgedehntes Fließgewässernetz der niedersächsischen Geest, welches auch durch angrenzende FFH-Gebiete wie „Örtze mit Nebenbächen“ (FFH 081) und „Lutter, Lachte, Aschau (mit einigen Nebenbächen)“ (FFH 086) von hoher Bedeutung für den Schutz und Erhalt charakteristischer Lebensgemeinschaften der Tieflandflüsse und -bäche sowie der Auen ist. Zum Gebiet gehört außerdem der Barnbruch westlich von Wolfsburg – ein Feucht- und Bruchwaldgebiet, welches mit unter anderem feuchten Eichen-Hainbuchenwäldern und Hartholzauenwäldern einen wertvollen Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten darstellt. Die Aller tritt im südlichen Drömling in das Aller-Urstromtal (Teil des Breslau-Bremer-Urstromtals) ein und fließt in diesem meist mehrere Kilometer breiten, flachen Tal bis zur Einmündung in die Weser bei Verden. Änderte sich der Lauf der Aller vor umfassenden Begradigungen und Befestigungen noch bei jedem Hochwasser, sind heute nur noch einige Altwasser und Altarme – teils als naturnahe und nährstoffreiche Seen ausgebildet – Zeugnis dieser früheren Dynamik. Dennoch haben sich entlang der Fließgewässer bedeutende Auenlebensräume wie Auenwälder mit Erlen und Eschen oder Weiden, Hartholzauenwälder und feuchte Hochstaudenfluren erhalten. Flächenmäßig dominieren im Gebiet aber magere Flachland-Mähwiesen, welche insbesondere die Flusslandschaft der unteren Leine sowie der Aller unterhalb der Leinemündung prägen. Vor allem zwischen Wolfsburg und Gifhorn stellt sich die Aller als mäandrierender, naturnaher Tieflandfluss dar und entspricht hier, wie weite Teile der unteren Oker, dem Lebensraumtyp der Fließgewässer mit flutender Wasservegetation. Auch aufgrund der partiell bestehenden Strukturvielfalt und Naturnähe kommen in Aller, Oker und Leine europaweit bedeutsame Fischarten wie Steinbeißer und Groppe vor. Von den Kleingewässern und Altarmen in der Flussaue profitieren weitere Tierarten, zu welchen der Kammmolch sowie Laub- und Moorfrosch gehören. Auf zahlreichen flussbegleitenden Binnendünen, die am Ende der Weichsel-Kaltzeit in der damals vegetationslosen Niederung aufgeweht wurden, haben sich unter menschlicher Nutzung Grasflächen mit Silber- und Straußgras sowie Sandheiden erhalten. Auch alte bodensaure Eichenwälder sind auf den nährstoffarmen Sanden ausgebildet. In vermoorten Bereichen, zum Beispiel im Barnbruch oder im Blanken Flat nördlich von Vesbeck, haben sich Übergangs- und Schwingrasenmoore und dystrophe Gewässer entwickelt, die wertvolle Lebensräume für unter anderem die Große Moosjungfer sind. An Aller, Oker und Leine kommen zudem Biber und Fischotter sowie das Große Mausohr – in der Kirche Ahldens liegt ein geeignetes Wochenstubenquartier dieser streng geschützten Fledermausart – vor. Das Gebiet ist nicht nur für den Schutz von Lebensraumtypen und Arten der FFH-Richtlinie wichtig, sondern auch für die Vogelwelt gemäß der EU-Vogelschutzrichtlinie von Bedeutung. Eine Beschreibung hierzu findet sich auf den oben verlinkten Webseiten zu den EU-Vogelschutzgebieten V47 „Barnbruch“ und V23 „Untere Allerniederung“. Zudem liegt das FFH-Gebiet in der Kulisse desIP-LIFE - Projektes "Atlantische Sandlandschaften".
Zuletzt aktualisiert: 26.11.2015
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/ Fauna-Flora-Habitat-Gebiet (FFH)
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Icon Haseder Busch, Giesener Berge, Gallberg, Finkenberg
Das FFH-Gebiet „Haseder Busch, Giesener Berge, Gallberg, Finkenberg“ besteht aus zwei räumlich getrennten Teilflächen, die im Westen an das Stadtgebiet von Hildesheim grenzen. Insbesondere die nördliche Teilfläche ist in ihren landschaftlichen Ausprägungen aufgrund der geologischen Gegebenheiten sehr heterogen: Die Gesteinsschichten des Innersteberglands werden im Übergangsbereich zur Börde zunehmend durch eine aufgelagerte Lössdecke überprägt. Entlang der Innerste sind überdies grundwasserbeeinflusste Auenböden ausgebildet, auf denen sich – zusätzlich begünstigt durch einen Aufstau der Innerste – im Haseder Busch und am Fuße des Mastbergs Hartholzauwälder in hervorragender Ausprägung und mit vielen Frühjahrsblühern erhalten konnten. Außerdem wachsen am Ufer der begradigten Innerste und ihrer Altarme Auenwälder aus Erlen, Esche und Weiden sowie feuchte Hochstaudenfluren. Westlich des Haseder Buschs sind die Giesener Berge von artenreichen Waldmeister-Buchenwäldern und Eichen-Hainbuchenwäldern geprägt. Eine Besonderheit stellen die großen Bestände von Schneitel-Hainbuchen dar, die als Element der früheren Kulturlandschaft einen Einblick in vergangene Zeiten geben. Südlich schließen sich die in einem Bachtal liegenden Giesener Teiche an. Der obere Teich ist nach umfangreicher Entschlammung heute wieder ein mäßig nährstoffreiches und kalkreiches Stillgewässer mit Armleuchteralgen. Angrenzend finden sich kleinflächig kalkreiche Sümpfe mit Stumpfblütiger Binse. Diese Feuchtbiotope sind Habitate von seltenen Arten wie dem Kammmolch und der Schmalen Windelschnecke. Auf den steilen Hängen entlang des Bachtals und auf weiteren Teilflächen sind artenreiche Kalktrockenrasen ausgebildet. Sie gehen auf dem sich anschließenden, ehemals als Standortübungsplatz genutzten Gelände in weitläufige magere Flachland-Mähwiesen über, die ebenso wie die Trockenrasen durch Beweidung mit Schafen und Ziegen gepflegt werden. Mit dem Urzeitkrebs (Triops cancriformis) und dem Salz-Hasenohr sind auf dem Gelände zwei Arten vertreten, die von der ehemaligen militärischen Nutzung profitiert haben und heute durch Pflegemaßnahmen zum Offenhalten von Bodenstellen und Gewässern unterstützt werden. Die südliche Teilfläche des Gebiets umfasst den durch Kalktrockenrasen geprägten Gallberg sowie die überwiegend bewaldeten Anhöhen von Finken- und Lerchenberg. Die großflächigen Waldmeister-Buchenwälder sind hier von kleineren Labkraut-Eichen-Hainbuchenwäldern durchsetzt, die in Niedersachsen als Relikte historischer Waldnutzungsformen anzusehen sind. An flachgründigen, trockenwarmen Standorten wachsen kleinflächig Orchideen-Kalk-Buchenwälder. Die naturnahen Laubwälder sowie die reich strukturierten Feucht- und Offenbiotope des vielfältigen FFH-Gebiets begünstigen die Vorkommen vieler seltener Tier- und Pflanzenarten, zu welchen die Wildkatze und der Biber sowie verschiedene Fledermausarten gehören. Das Gebiet ist nicht nur für den Schutz von Lebensraumtypen und Arten der FFH-Richtlinie wichtig, sondern auch für die Vogelwelt gemäß der EU-Vogelschutzrichtlinie von Bedeutung. Eine Beschreibung hierzu findet sich auf der oben verlinkten Webseite zum EU-Vogelschutzgebiet V44 „Hildesheimer Wald“.
Zuletzt aktualisiert: 26.11.2015
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/ Fauna-Flora-Habitat-Gebiet (FFH)
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Icon Niedersächsische Mittelelbe
Das EU-Vogelschutzgebiet „Niedersächsische Mittelelbe“ umfasst einen großen Teil des Biosphärenreservates „Niedersächsische Elbtalaue“ an der nordöstlichen Landesgrenze Niedersachsens. Die großräumige Stromtallandschaft setzt sich aus einem strukturreichen Mosaik unterschiedlichster Lebensräume zusammen. War die Landschaft entlang der Elbe ursprünglich durch ausgedehnte Auenwälder gekennzeichnet, so sind es heute weite Wiesen und Weiden, durchsetzt mit Weidengebüschen oder alten Einzelbäumen, die das Bild der Flussniederung prägen. Das offene Auengrünland ist Nahrungshabitat für den Weißstorch, der in der Elbtalaue sein größtes Vorkommen in Niedersachsen hat. Das Grünland in Form der sehr spät genutzten Vorlandflächen hat insbesondere für den Wachtelkönig eine herausragende Bedeutung. Bodenbrütende Wiesenvögel wie Braunkehlchen, Schafstelze, Feldlerche und Bekassine finden hier bevorzugte Habitate vor. Doch auch meist kleinflächige Weidenauenwälder, feuchte Eichen-Hainbuchenwälder und artenreiche Hartholzauenwälder, wie beispielsweise das Elbholz nördlich von Gartow, finden sich vereinzelt am Flusslauf. Insbesondere die lichten Alteichenbestände weisen hohe Totholzanteile auf und sind wichtige Brutgebiete für Mittelspecht und Pirol. Überdies finden sich in der gesamten Aue zahlreiche Stillgewässer: Altwasser, Altarme, durch Deichbrüche entstandene Bracks und Flutmulden zeugen von der Gestaltungskraft der Elbe. Das Grünland ist binnendeichs von einem dichten Netz von Entwässerungsgräben durchzogen. Das bei Hochwasser durch das sandige Substrat unter den Deichen hindurchsickernde Qualmwasser schafft binnendeichs flach überstaute, meist kurzfristig wieder trockenfallende Gewässer. Die Stillgewässer sind u. a. Brutplatz von Haubentaucher, Zwergtaucher, Graugans und Gründelenten. Der Flussuferläufer nutzt neben den Stillgewässern auch die Elbufer zur Brut. In den umliegenden Röhrichten brüten Rohrweihe, Wasserralle, Beutelmeise, Rohrschwirl, Drossel- und Schilfrohrsänger, an geeigneten Stellen auch der Kranich. Die Schwimmblattzone einiger Seen bildet das zweitgrößte der wenigen verbliebenen Brutgebiet der Trauerseeschwalbe in Niedersachsen. Unter subkontinentalem Einfluss finden auch Arten trockenwarmer Lebensräume wie beispielsweise Neuntöter, Sperbergrasmücke, Ortolan und Heidelerche in der Elbtalaue geeignete Brutgebiete. Im in der letzten Kaltzeit von den Schmelzwassern geformten Elbeurstromtal wurden in der damals weitgehend vegetationsfreien Niederung Binnendünen aufgeweht, deren trockene Sandböden besondere Lebensräume darstellen. Das Dünenfeld südöstlich von Neuhaus ist bis auf wenige offene Sandflächen mit Kiefern aufgeforstet und bildet das ausgedehnte Waldgebiet Carrenziener Forst. Störungsempfindliche Großvögel wie Schwarzstorch, Seeadler, Rot- und Schwarzmilan finden hier geeignete Brutplätze und nutzen die großräumig unzerschnittene, störungsarme und abwechslungsreiche Landschaft zur Nahrungssuche. Darüber hinaus ist die Niederung ist ein herausragendes Rast- und Überwinterungsgebiet für Wat- und Wasservögel wie Goldregenpfeifer und Blässhuhn. Insbesondere für Gänse und Schwäne ist das Gebiet von internationaler Bedeutung. Das Gebiet ist nicht nur für den Schutz der Vogelwelt von Bedeutung, sondern auch für Lebensraumtypen und Arten gemäß der FFH-Richtlinie. Eine Beschreibung hierzu findet sich auf der oben verlinkten Webseite zum FFH-Gebiet 074 „Elbeniederung zwischen Schnackenburg und Geesthacht“. Weitere Informationen finden sich auf der Webseite desBiosphärenreservats Niedersächsische Elbtalaue.
Zuletzt aktualisiert: 28.07.2009
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/ Vogelschutzgebiet
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Icon Nationalpark Harz (Niedersachsen)
Das FFH-Gebiet „Nationalpark Harz (Niedersachsen)“ umfasst einen sich zwischen Herzberg im Südwesten, Bad Harzburg im Nordosten und der Odertalsperre im Südosten aufspannenden Teil des gleichnamigen Mittelgebirges in Südostniedersachsen. In dem submontanen bis montanen Gebiet prägen insbesondere Fichten- und Buchenwälder sowie Moore, Fließgewässer und markante Felsstrukturen das Landschaftsbild. Der aus Gesteinen des Erdaltertums aufgebaute Harz ist insbesondere für seine lange Bergbaugeschichte bekannt, die sein Erscheinungsbild und die Lebensräume bis heute beeinflusst: Kleinflächigen Offenlandbiotopen wie Schwermetallrasen stehen die weitläufigen bodensauren Fichtenwälder gegenüber, die in den Hochlagen in naturnaher Ausprägung wertvolle Biotope darstellen, in den tieferen Lagen des Harzes aber forstlichen Ursprungs sind. Diese durch den hohen Holzbedarf des Bergbaus geförderten Nadelwälder befinden sich derzeit in vielen Bereichen im Umbruch: Stürme, Trockenheit und Borkenkäferbefall leiten nach dem Absterben der Altbestände gemäß den Zielen des Nationalparks sukzessive eine natürliche Waldentwicklung ein. Auf den vorwiegend sauren Böden im Harz wachsen neben den Fichtenwäldern auch naturnahe Hainsimsen-Buchenwälder. Seltener sind Waldmeister-Buchenwälder auf basenreichem Silikatgestein. Reich strukturierte Auenwälder mit Erlen und Eschen begleiten oftmals die Fließgewässer des Mittelgebirges. Die Bäche und Flüsse, die partiell dem Lebensraumtyp der Fließgewässer mit flutender Wasservegetation entsprechen, zeichnen sich durch schnell fließendes, sauerstoffreiches Wasser und ein grobsteiniges bis felsiges Bach- bzw. Flussbett aus. In den höheren Lagen des Nationalparks kommen lebende Hochmoore im Komplex mit Übergangs- und Schwingrasenmooren sowie Fichten-Moorwäldern vor. Schlucht- und Hangmischwälder bedecken vereinzelt die steileren Hänge im Harz, an welchen vielfach Silikatschutthalden oder Silikatfelsen mit Felsspaltenvegetation zu finden sind. Diese Fels- und Blockhalden verleihen überdies den Landschaften der Hochflächen und Bergkämme ihren rauen Charme. Wertvolle Biotope des Offenlands sind unter anderem die – insbesondere nahe der Ortschaften vorkommenden – Berg-Mähwiesen und Borstgrasrasen. Auf Skihängen des Sonnenbergs finden sich hochmontane Heiden. In diesen artenreichen Lebensräumen wachsen einige stark gefährdete Pflanzenarten wie die Arnika und der Alpen-Flachbärlapp. Der Nationalpark ist aufgrund der naturnahen Nadel- und Laubwälder und der in weiten Bereichen ungestörten Landschaft ein bedeutender Lebensraum für streng geschützte Tierarten wie Luchs, Wildkatze und verschiedene Fledermausarten, zum Beispiel Mopsfledermaus und Großes Mausohr. Weitere bedeutsame Arten im Gebiet sind unter anderem die Groppe – ein am Gewässergrund der naturnahen Bachläufe lebender Kleinfisch – und das an der Rinde von Laubbäumen wachsende Großsporige Goldhaarmoos (Orthotrichum rogeri). Der Reichtum an Arten und Lebensräumen unterstreicht den wertvollen Beitrag des Gebiets zum Schutz und Erhalt der Biodiversität Deutschlands. Das Gebiet ist nicht nur für den Schutz von Lebensraumtypen und Arten der FFH-Richtlinie wichtig, sondern auch für die Vogelwelt gemäß der EU-Vogelschutzrichtlinie von Bedeutung. Eine Beschreibung hierzu findet sich auf der oben verlinkten Webseite zum EU-Vogelschutzgebiet V53 „Nationalpark Harz“.
Zuletzt aktualisiert: 26.11.2015
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/ Fauna-Flora-Habitat-Gebiet (FFH)
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Icon Bachtäler des Lappwaldes
Die Bachtäler des Lappwaldes sind ein Naturschutzgebiet in der Gemeinde Beendorf und in den Ortsteilen Schwanefeld und Walbeck der Stadt Oebisfelde-Weferlingen im Landkreis Börde in Sachsen-Anhalt. Das Naturschutzgebiet mit dem Kennzeichen NSG 0158 ist rund 590 Hektar groß. Im Westen grenzt es an das Naturschutzgebiet „Lappwald“ in Niedersachsen. Ein großer Teil des Schutzgebietes ist gleichzeitig als 512 Hektar großes FFH-Gebiet „Lappwald südwestlich Walbeck“ ausgewiesen. Das Gebiet steht seit Anfang 1998 unter Schutz (Datum der Verordnung: 2. Februar 1998). Zuständige untere Naturschutzbehörde ist der Landkreis Börde. Das Naturschutzgebiet liegt nordöstlich von Helmstedt im Osten des Lappwaldes. Es erstreckt sich entlang der Landesgrenze zu Niedersachsen und stellt einen Teil des Lappwaldes in Sachsen-Anhalt unter Schutz. Das Naturschutzgebiet wird von Eichen-Hainbuchenwald, Eichen-Rotbuchenwald, Rotbuchenwald und Buchenhangwald geprägt. Der Lappwald wird von mehreren naturnahen Bachläufen in teilweise tief eingeschnittenen Bachtälern durchzogen. An den teilweise steil aufragenden Talrändern kommen Weißdorn-Schlehen-Gebüsche vor. Durch Hangdruckwasser sind an mehreren Stellen quellige Bereiche und Quelltöpfe vorhanden. Außerhalb des Waldgebietes befinden sich insbesondere entlang der Riole Feuchtgrünländer mit bachbegleitenden Hochstaudenfluren und Röhrichten sowie einem Erlen-Galeriewald. Im Tal der Riole im Lappwald stocken Erlen-Eschenwälder sowie in vermoorten Senken Erlenbruchwälder. Die Riole im nördlichen Bereich des Naturschutzgebietes steht bis zur Mündung in die Aller in Walbeck unter Schutz. Ihr Bachbett besteht aus sandigen, kiesigen und steinigen Sedimenten. Sie ist u. a. Lebensraum für die Bachforelle sowie eines Flachlandvorkommens der Elritze. Im Bereich der Riole kommen u. a. auch Feuersalamander, Bergmolch und Springfrosch vor. Die totholzreichen Waldbestände sind u. a. Lebensraum für verschiedene Vögel wie Schwarz-, Mittel-, Grün- und Kleinspecht sowie Hohltaube, die hier gute Nistmöglichkeiten finden. Ferner sind neben anderen Vogelarten Neuntöter, Sperber und Gartengrasmücke zu finden. Weiterhin ist das Naturschutzgebiet Lebensraum für Fledermäuse, darunter Mopsfledermaus und Großes Mausohr. Auch für Pilze und Flechten sind die Waldbestände im Naturschutzgebiet wichtiger Lebensraum. Die Flora im Naturschutzgebiet ist je nach Standort gekennzeichnet von Schlängelschmiele, Heidelbeere und Schattenblümchen in bodensauren Bereichen bzw. Waldmeister, Maiglöckchen und Nickendem Perlgras auf Mullboden. Ungenutzte Grünlandflächen, insbesondere entlang der Bachläufe, werden von Schlankseggenried, Binsengesellschaften, Röhrichten und Grauweiden eingenommen, auf extensiv genutztem Grünland wachsen Engelwurz, Waldsimsen, Fuchsschwanzwiesen und Flachmoor-Gesellschaften mit Fieberklee. Weiterhin sind Bestände des Breitblättrigen Knabenkrautes zu finden. Im Lüddeckes Teich, einem als Fischteich genutzten Abschnitt der Riole, kommen u. a. Weiße Seerose, Schwimmendes Laichkraut und Gemeiner Tannenwedel vor. Vorhandene naturferne Forste mit Kiefern und Lärchen sollen in naturnahe und standorttypische Waldbestände umgewandelt werden.
Zuletzt aktualisiert: 01.01.1998
place Umweltdaten
/ Naturschutzgebiet
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Icon Herzogsberge
Die weitläufigen Offenlandbereiche des ehemaligen Standortübungsplatzes bei Cremlingen werden seit Jahrzehnten nur extensiv genutzt. Sie bieten aufgrund der Nährstoffarmut der Böden und der z. T. extremen Standortbedingungen (trocken bis nass) einer großen Anzahl von Tier- und Pflanzenarten, die z. T. stark gefährdet oder sogar vom Aussterben bedroht sind, Lebensraum, z. B. Wiesen-Margerite, Kuckucks-Lichtnelke, Wiesen-Kammgras, Knolliger Hahnenfuß oder Heil-Ziest. Durch das Offenhalten des Wiesengebietes wird auch der Lebensraum selten gewordener Brutvögel wie Wiesenpieper, Feldlerche, Schwarzkehlchen, Rebhuhn oder Kiebitz erhalten. Mosaikartig eingestreut in die Offenlandbereiche sind kleinflächige Sandmagerrasen, Offenbodenstellen, kleine Abbaugruben, Röhrichte, dauerhaft und zeitweise wasserführende Stillgewässer, Fließgewässer sowie kleinere Gehölzflächen. Die Kleingewässer beherbergen sehr seltene Arten wie Kammmolch, Springfrosch, Kreuzkröte, Knoblauchkröte oder Moorfrosch. Im Norden der Herzogsberge befindet sich eine Salzquelle mit angrenzender Nasswiese. Strukturreiche Eichen- und Buchenmischwälder grenzen an die Offenländer an. Fledermausarten wie Großes Mausohr, Bechsteinfledermaus, Fransenfledermaus und Großer Abendsegler sind hier genauso anzutreffen wie der Schwarzspecht. Das NSG dient dem Schutz desFFH-Gebietes 365 "Wälder und Kleingewässer zwischen Mascherode und Cremlingen". Zuständig ist derLandkreis Wolfenbüttelals untere Naturschutzbehörde. Wählen Sie in der Infospalte weitere Informationen über das Gebiet aus...
Zuletzt aktualisiert: 19.07.2019
place Umweltdaten
/ Naturschutzgebiet
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