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Fintlandsmoor und Dänikhorster Moor
Das FFH-Gebiet „Fintlandsmoor und Dänikhorster Moor“ umfasst vier räumlich getrennt liegende Hochmoorrestflächen in der Hunte-Leda-Moorniederung südwestlich von Bad Zwischenahn. Das früher ausgedehnte Fintlandsmoor wurde durch Entwässerung, Torfabbau und schließlich durch Kultivierung und landwirtschaftliche Nutzung stark überprägt. Im Gebiet konnten sich aber insbesondere in den Teilflächen Fintlandsmoor im Norden und Dänikhorster Moor im Süden einige hochmoortypische Strukturen erhalten bzw. durch Renaturierungsmaßnahmen wieder entwickeln. Flächenmäßig dominieren im Gebiet strukturreiche Moorwälder, die von Moor-Birken und den Bulten des Pfeifengrases geprägt werden. An waldfreien Standorten kommen renaturierungsfähige, degradierte Hochmoorflächen vor, in welchen neben den verbreiteten Pflanzenarten Besenheide und Pfeifengras auch hochmoortypische Arten wie der Rundblättrige Sonnentau wachsen. Die ehemaligen Torfstiche sind, auch durch die teilweise Wiedervernässung des Moors, wassergefüllt und entsprechen dem Lebensraumtyp der dystrophen, das heißt nährstoffarmen, durch Huminsäuren braun gefärbten Stillgewässer. Kleinflächig ist auf nassem Torfboden die licht wachsende, niedrige Vegetation der Torfmoor-Schlenken zu finden.
Das FFH-Gebiet „Nemitzer Heide“ liegt in Ostniedersachsen im bereits kontinental geprägten Wendland zwischen Trebel im Nordwesten und Prezelle im Südosten. Als Teil der Gartower Tannen war auch die Nemitzer Heide bis in die 1970er Jahre von ausgedehnten Kiefernforsten bestanden. Durch einen Waldbrand wurden diese auf weiter Fläche zerstört und großflächig durch Zwergstrauchheiden ersetzt, die heute durch Pflegemaßnahmen als wertvoller Lebensraum verschiedener Tier- und Pflanzenarten erhalten werden. Prägend für den östlichen Teil des Naturraums Lüchower Niederung sind die durch flachwellige Dünenfelder überlagerten Talsandflächen. Auf den nährstoffarmen Sanden der Binnendünen und Talsandniederungen kommen im Gebiet in einem teils kleinflächigen Mosaik von der Besenheide dominierte Zwergstrauchheiden, Silbergrasfluren und Offenbodenbereiche vor. Zwischen den Heideflächen finden sich Kiefernforste. Vereinzelte angelegte Teiche entsprechen, je nach Wasserqualität und Vegetationsausprägung, dem Lebensraumtyp der mäßig nährstoffreichen Stillgewässer mit Strandlings- oder Zwergbinsenvegetation oder der dystrophen, das heißt nährstoffarmen, durch Huminsäuren bräunlich gefärbten Stillgewässer. Im Süden und Westen des Gebiets finden sich auf besser mit Wasser und Nährstoffen versorgten Böden kleinflächig magere Flachland-Wiesen.
Das FFH-Gebiet „Wollingster See mit Randmoor“ liegt nordöstlich von Beverstedt im Naturraum Wesermünder Geest und umfasst den Wollingster See, einen Geestsee, sowie sich südlich anschließende Habitate auf Hochmoortorfen. Der Wollingster See ist – darauf jedenfalls deuten die derzeitigen Erkenntnisse hin – ein im Permafrostboden während der jüngsten Weichsel-Kaltzeit entstandener sogenannter Pingo: Eine sich im Untergrund gebildete Eislinse wölbte die über sich liegenden Substratschichten auf, die durch teilweises Abrutschen als Wall an den Hängen abgelagert wurden. Nach Abschmelzen und Einbruch der aufgewölbten Schichten kam es zur Ausbildung eines Stillgewässer. Der sehr tiefe Wollingster See mit dem nordöstlich vorgelagerten und wallartig ausgebildeten Seeberg besitzt viele der Merkmalsstrukturen eines Pingos. Zudem liegt das FFH-Gebiet in der Kulisse desIP-LIFE - Projektes "Atlantische Sandlandschaften".
Das NSG liegt im südöstlichen Ausläufer des Vogelschutzgebiets und Feuchtgebiets internationaler Bedeutung „Diepholzer Moorniederung“ sowie im gleichnamigen Naturraum. Den weitaus größten Teil nehmen extensiv bewirtschaftete Wiesen und Weiden auf Niedermoorboden unterschiedlicher Feuchtestufen ein. Im westlichen Randbereich liegen Ackerflächen sowie ein kleinerer Waldbestand. Die hohe Bedeutung der Steinbrinker-Ströhener Masch beruht vorrangig auf ihrer Funktion als Brut- und Nahrungsraum für verschiedene seltene Wiesenvögel wie die Uferschnepfe, die Bekassine, den Rotschenkel, den Kiebitz und den Großen Brachvogel. Die Vögel der benachbarten Naturschutzgebiete Uchter Moor im Osten und Nordeler Bruch im Süden suchen das Gebiet ebenfalls auf. Die Ackerflächen im NSG werden von Vogelarten der offenen Feldflur wie Wachtel und Feldlerche sowie dem Kiebitz genutzt; Wald und sonstige Gehölzbestände ungenutzter Bereiche dienen beispielsweise dem Pirol und dem Baumfalken als Lebensstätte. Das Gebiet dienst dem Schutz desEU-Vogelschutzgebietes V40 „Diepholzer Moorniederung“. Zuständig sind die LandkreiseNienburgundDiepholzals untere Naturschutzbehörden. Wählen Sie in der Infospalte weitere Informationen über das Gebiet aus...
Das Naturschutzgebiet „Alter Steinbruch Liekwegen“ umfasst einen 22 ha großen ehemaligen Sandsteinbruch am Nordhang der Bückeberge im Eigentum des Landkreises Schaumburg. Ziel der Verordnung ist der Erhalt und die Entwicklung des nach Abbauende entstandenen Mosaiks aus offenen Sohlflächen, flachen Kleingewässern, Steilwänden und Geröllhalden. Durch diesen Strukturreichtum stellt das Gebiet einen bedeutsamen Lebensraum für zahlreiche, auch vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten, insbesondere für Pionierarten von Amphibien dar. Regelmäßige Pflegemaßnahmen durch Abschieben von Oberboden, Anlage von Kleingewässern, Gehölzentnahmen und Beweidung sind notwendig, um diesen Lebensraum auf Dauer zu erhalten. Im Naturschutzgebiet wurde ein Naturerlebnispfad eingerichtet. Dort können sich Besucher auf 2 Rundwegen (1,7 km und 2,3 km Länge) und an derzeit 5 Stationen in Form einer Umweltbildung über die Bedeutung des Lebensraumes Steinbruch und seiner Artenvielfalt informieren. Zuständig ist derLandkreis Schaumburgals untere Naturschutzbehörde. Natur erleben ohne zu stören: Bleiben Sie bitte auf den Wegen und führen Sie Hunde an der Leine. Wählen Sie in der Infospalte weitere Informationen über das Gebiet aus...
Kamm und Oberhang des Gebietes sind mit einem Kalktrockenhangwald bedeckt, der früher als Nieder- bzw. Mittelwald genutzt wurde. Im Unterhang sind orchideenbestandene Kalktrockenrasen zu finden, die mit großflächigen Saumbereichen, Trockengebüschen, einer ehemals als Ackerfläche genutzten extensiven Grünlandfläche sowie einem Quellsumpfbereich hangabwärts in einen Buchenwald übergehen. Auf dem trockenwarmen, aus Kalkgestein aufgebauten und auch als Kalkscherbenboden bezeichneten Standort ist innerhalb einer historischen Kulturlandschaft ein strukturreiches Nebeneinander unterschiedlicher Kleinbiotope mit einer bemerkenswerten Artenvielfalt auf kleinem Raum entstanden; darunter auch seltene und gefährdete Pflanzenarten und Pflanzengesellschaften, die sich z. T. an ihrer nördlichen Verbreitungsgrenze befinden. In Anlehnung an die frühere Nutzung des Gebietes als Teil einer Viehtrift werden die offenen Bereiche zur Erhaltung der Artenvielfalt heute vorwiegend mit Schafen beweidet. Eine traditionelle Bewirtschaftung der Waldflächen mit regelmäßigen Umtriebszeiten findet nicht mehr statt. Das Gebiet dient dem Schutz desFFH-Gebietes 122 "Salzgitterscher Höhenzug (Südteil)". Zuständig ist dieStadt Salzgitterals untere Naturschutzbehörde. Wählen Sie in der Infospalte weitere Informationen über das Gebiet aus...
Beim Landschaftsschutzgebiet „Marschen am Jadebusen – West“ handelt es sich um landwirtschaftlich genutzte, weitgehend offene und gehölzarme Marschgebiete mit eingestreuten Höfen und Einzelhäusern. Das binnendeichs an den Jadebusen und damit an den Nationalpark „Niedersächsisches Wattenmeer“ grenzende Gebiet gehört zur Naturräumlichen Unterregion Watten und Marschen bzw. naturräumlichen Haupteinheit Wesermarschen und ist hauptsächlich durch Grünlandnutzung geprägt. Ackerflächen nehmen einen kleinen Anteil ein. Gehölzbestand fehlt fast völlig, Baumbewuchs ist lediglich in Form kleiner Hofgehölze, Baum- und Gebüschreihen zu finden. Im Gebiet liegen Haus- und Hofstellen entlang der Straßen. Zusätzlich sind Einzelgehöfte in die Landschaft eingestreut. Deichnah befinden sich einige Kleibodenentnahmestellen, die von besonderer Bedeutung für die Vogelwelt sind. Das Gebiet ist für Gastvogelarten des Offenlandes von besonderer Bedeutung. Dies ergibt sich insbesondere aus der Nähe zum Nationalpark „Niedersächsisches Wattenmeer“. Ein Teil dieser Vögel nutzt das Gebiet vor allem als Hochwasserrastplatz und Nahrungsgebiet (insbesondere Löffler, Watvögel, Möwen), andere Vogelarten (insbesondere Gänse, Enten) nutzen das Gebiet primär zur Rast und zur Nahrungssuche, während ihre Schlafplätze innerhalb des Nationalparks liegen, die allabendlich angeflogen werden. Neben den Gastvögeln kommt bei den Brutvögeln in erster Linie der Gruppe der Wiesenvögel eine besondere Bedeutung zu, da mehrere Teilgebiete aktuell den Rang eines Vogelbrutgebietes nationaler Bedeutung besitzen. Das LSG dient dem Schutz desEU-Vogelschutzgebietes V64 "Marschen am Jadebusen"sowie desFFH-Gebietes 180 "Teichfledermaus-Habitate im Raum Wilhelmshaven". Zuständig ist derLandkreis Frieslandals untere Naturschutzbehörde.
Das FFH-Gebiet „Mergelgrube bei Hannover“ liegt im hannoverschen Stadtteil Misburg und umfasst eine durch den Abbau von Kalkmergel entstandene Grube, auf deren Grund sich durch Pflegemaßnahmen und Wasserstandsregulierungen wertvolle Habitate entwickeln und erhalten konnten. Aufgrund der hier oberflächlich anstehenden Gesteine der Oberkreide prägen insbesondere Lebensgemeinschaften trockener bis feuchter Kalkstandorten das kleine Gebiet, welche im Naturraum Braunschweig-Hildesheimer Lössbörde vergleichsweise selten zu finden sind. Die Mergelgrube bietet Sekundärstandorte für eine Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten, die natürlicherweise noch in den 1950er Jahren in den typischen Kalkniedermooren und Gewässern des angrenzenden Seckbruchs vorkamen. Zwischen jungen Pionierwäldern und Weidengebüschen finden sich auf der Grubensohle flache Tümpel, Röhrichte sowie von Offenbodenbereichen durchsetzte Gras- und Staudenfluren. Die Tümpel, welche je nach Wasserstand eine unterschiedliche Ausdehnung aufweisen können, entsprechen teilweise dem Lebensraumtyp der kalkhaltigen Stillgewässer mit Armleuchteralgen. Auf nassen Böden haben sich außerdem kleine kalkreiche Niedermoore entwickelt. In und an den Feuchtbiotopen kommen neben verschiedenen Amphibien- und Insektenarten auch einige botanische Besonderheiten vor, zu welchen die stark gefährdeten Pflanzenarten Stumpfblütige Binse und Gefärbtes Laichkraut gehören.
Das FFH-Gebiet „Heseper Moor, Engdener Wüste“ liegt östlich von Nordhorn am Ems-Vechte-Kanal und umfasst eine weitgehend gehölzfreie Heidelandschaft, die in weiten Bereichen als Truppenübungsplatz genutzt wird. Das Gebiet wird dem Naturraum Nordhorn-Bentheimer Sandniederung zugeordnet. Prägend für das Gebiet sind die ausgedehnten Zwergstrauchheiden, in welchen insbesondere die Besenheide große Bestände ausbildet. Auf feuchteren Standorten dominiert hingegen die Glockenheide. Durch die militärische Nutzung wird das weitere Vordringen von Gehölzen verhindert. Zugleich finden sich hierdurch viele Offenbodenbereiche. Der Wechsel aus Zwergsträuchern, lichten Gehölzbeständen und offenen Sandflächen begünstigt verschiedene an derartige Lebensräume angepasste Tier- und Pflanzenarten. Hierzu gehören auch die beiden streng geschützten Reptilienarten Zauneidechse und Schlingnatter. Im nordöstlichen Gebietsteil liegt eine kleine Binnendüne, die ebenfalls von den charakteristischen Pflanzenarten der Heiden und Magerrasen bewachsen ist. Vereinzelt finden sich in nassen Senken mit Übergangs- und Schwingrasenmooren, nassen Torfmoor-Schlenken und Kleingewässern wertvolle Feuchthabitate, von welchen unter anderem der streng geschützte Moorfrosch profitiert. In weiteren Stillgewässern kommen überdies Kammmolch und Kreuzkröte vor. Zudem liegt das FFH-Gebiet in der Kulisse desIP-LIFE - Projektes "Atlantische Sandlandschaften".
Das Gebiet wird ganz überwiegend geprägt durch den Unter- und Mittellauf der Wörpe. Sie durchfließt sowohl die durch landwirtschaftliche Nutzung charakterisierte freie Landschaft als auch die Siedlungsbereiche von Lilienthal und Grasberg. Die Wörpe ist stark ausgebaut und im südlichen Siedlungsbereich von Lilienthal tw. kanalisiert. Der Unterlauf der Wörpe ist tidebeeinflusst. Der Flusslauf wird hier streckenweise durch Deiche und Verwallungen aus Aushubboden aus der Zeit des Wörpeausbaus eingefasst. Die Deiche und Verwallungen sind teilweise mit in das NSG einbezogen. In der Wörpe befinden sich mehrere Sohlgleiten, die vorher vorhandene, die Durchgängigkeit des Flusses unterbindende Sohlabstürze ersetzen. Trotz des Ausbauzustandes beherbergen die Wörpe und ihre Uferbereiche schutzwürdige Vegetation, insbesondere Hochstaudenfluren, und Tierarten, darunter den Fischotter und gefährdete Fischarten und Rundmäuler. Südöstlich des Lilienthaler Ortsteils Falkenberg umfasst das NSG ein etwa sieben Hektar großes, ausgedeichtes und teilweise mit Gehölzen bestandenes Feuchtgebiet („Postwiese“). Oberhalb der Landesstraße 154 umschließt das NSG streckenweise Uferrandstreifen und flussbegleitende Biotopflächen, die aus Gründen der Fließgewässerrenaturierung aus der landwirtschaftlichen Nutzung herausgenommen und teilweise umgestaltet wurden. Das NSG schließt zudem als Acker und Grünland genutzte Flächen mit ein, die zusammen mit den naturnahen Uferrandstreifen und Biotopflächen das Flächenmosaik ergänzen. Das Landschaftsbild des NSG wird durch ein ebenes Relief sowie den Wechsel von freier Landschaft und Siedlungsbereichen geprägt. Die freie Landschaft zeichnet sich durch weitgehende Offenheit und die vorherrschende landwirtschaftliche Nutzung aus. Das Naturschutzgebiet dient dem Schutz des FFH-Gebietes 33 "Untere Wümmeniederung, untere Hammeniederung mit Teufelsmoor". Zuständig ist derLandkreis Osterholzals untere Naturschutzbehörde. Wählen Sie in der Infospalte weitere Informationen über das Gebiet aus...