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Böttcher Moor
Das Böttcher Moor ist ein Landschaftsschutzgebiet in der niedersächsischen Gemeinde Weyhe im Landkreis Diepholz. Das Landschaftsschutzgebiet mit dem Kennzeichen LSG DH 049 steht seit dem 29. Oktober 1938 unter Schutz (Datum der Verordnung: 6. Oktober 1938). Es liegt südlich des Weyher Ortsteils Leeste und besteht im Kern aus einem rund 1,2 Hektar großen und rund 2 Meter tiefen Schlatt, dem auch als Böttchers Moor bezeichneten Großen Moor, das nach der Weichsel-Kaltzeit entstanden ist. Es ist ein Rest eines in ein Heidegebiet eingebetteten Areals mit kleinen Stillgewässern und vermoorten Flächen, das ab dem 19. Jahrhundert kultiviert wurde. In das Landschaftsschutzgebiet einbezogen sind die um das Schlatt stockenden Bäume und Sträucher. Das Schlatt wurde bis in die 1970er-Jahre als Badesee genutzt. Mit der Eröffnung des Freibades in Weyhe Mitte der 1970er-Jahre wurde der Badebetrieb eingestellt. Rund um das Schlatt wuchsen in der Folge Bäume und Sträucher, die es heute komplett umgeben. Durch Grundwasserabsenkung infolge von Trinkwasserförderung, Flurbereinigung und Bachbegradigung sinkt der Wasserstand des Schlatts. Inzwischen ist er so weit gefallen, dass weite Uferbereiche des Schlatts verlandet sind und von Rohrkolben, Binsen und Seggen eingenommen wurden. Auch Birken wachsen inzwischen in den trockengefallenen Bereichen. Ende Januar 2012 wurden Teile der Ufergehölze entfernt und das Schlatt entschlammt. Am Westufer des Schlatts befindet sich ein Steg, von dem aus das Gewässer gut einsehbar ist. Die Gemeinde Weyhe betreut dieses Gewässer seit vielen Jahren. Gemeinsam mit dem NABU Weyhe wurde im Jahre 2007 westlich des Moores eine Naturschutzstation für umweltpädagogische Veranstaltungen errichtet. Auf dem angrenzenden Naturerfahrungsgelände wurde ein Baum- und Naturlehrpfad angelegt.
Buchenwälder und Kalk-Magerrasen zwischen Dransfeld und Hedemünden
Das FFH-Gebiet „Buchenwälder und Kalk-Magerrasen zwischen Dransfeld und Hedemünden“ erstreckt sich zwischen den südniedersächsischen Städten Dransfeld im Norden und Hedemünden im Süden. Es wird überwiegend dem Naturraum Sollingvorland zugeordnet. Die Hochebene um Dransfeld ist insbesondere aus Muschelkalk aufgebaut, der im Westen aber zunehmend von partiell lössbedecktem Buntsandstein abgelöst wird. Als geologische Besonderheit sind in der Region einige Basaltkuppen zu finden, deren vulkanischer Ursprung im Tertiär liegt. Flächenmäßig dominieren im Gebiet Waldmeister-Buchenwälder, die je nach Standortbeschaffenheit in bodensaure Hainsimsen-Buchenwälder (zum Beispiel auf den Basaltkuppen oder auf Buntsandstein) oder in lichte, trockenwarme Orchideen-Kalk-Buchenwälder übergehen. Vereinzelt wachsen an steilen, schattigen Hängen Hang- und Schluchtwälder.Die naturnahen Laubwälder im Gebiet sind ein geeignetes Jagdrevier für das Große Mausohr, eine streng geschützte Fledermausart, und Standort des europaweitbedeutsamen, zumeist an der Rinde von Laubbäumen wachsenden Grünen Gabelzahnmooses. Die Orchideen-Kalk-Buchenwälder stellen zudem wertvolle Lebensräume für einige seltene Orchideenarten wie für den Frauenschuh oder die Vogel-Nestwurz dar. Auch die durch extensive Beweidung begünstigten, vor allem auf flachen Kalkböden östlich von Scheden ausgebildeten Kalktrockenrasen sind Standorte für Arten dieser großen Pflanzenfamilie. Neben der Grünlichen Waldhyazinthe wachsen hier das Purpur-Knabenkraut und weitere gefährdete Pflanzenarten. Vereinzelt sind auf den Kalktrockenrasen Wacholderbestände zu finden. Auf frischeren Böden kommen zudem magere Flachland-Mähwiesen vor. Von den warmen und vielfältigen Lebensräumen im Gebiet profitieren unter anderem die streng geschützten Reptilienarten Schlingnatter und Zauneidechse. Über tonhaltigen Gesteinen des Buntsandstein sind an wenigen Stellen im Gebiet stauwasserbeeinflusste und an einigen Quellbereichen grundwasserbeeinflusste Böden ausgebildet. Hier kommen kleinflächig Lebensraumtypen feuchter Standorte wie Kalktuffquellen, artenreiche Hochstaudenfluren und naturnahe Quellwälder mit Erlen und Eschen vor, die in dem vielfältigen Gebiet weitere wertvolle Habitate für verschiedene Tier- und Pflanzenarten darstellen.
Das FFH-Gebiet „Bockmerholz, Gaim“ grenzt südwestlich an das Stadtgebiet von Hannover und umfasst mit der Gaim im Norden und dem Bockmerholz im Süden zwei Waldgebiete mit einer langen Habitatkontinuität; beide Teilflächen liegen auf sogenannten alten Waldstandorten. Das von mehreren Verkehrswegen wie der A 7 und dem Mittellandkanal zerschnittene Gebiet wird dem Naturraum Braunschweig-Hildesheimer Lössbörde zugeordnet. Im Gebiet findet sich ein Mosaik aus Kalk- und Tonmergelsteinen, Geschiebelehmen und Auenablagerungen. So wechseln auch die vorherrschenden Waldtypen teils kleinräumig: Insbesondere auf stauwasserbeeinflussten Böden finden sich feuchte Eichen-Hainbuchenwälder, die in vielen Bereichen in kleine Bestände aus Waldmeister-Buchenwäldern übergehen. Im Süden des Bockmerholzes dominieren auf basenarmen Böden hingegen Hainsimsen-Buchenwälder, durchsetzt von bodensauren Eichenbeständen mit Stieleiche. Grundwasserbeeinflusste Senken stellen einen geeigneten Standort für Erlen und Eschen dar. Die naturnahen Laubwälder im Gebiet sind ein geeignetes Jagdrevier für das Große Mausohr, eine streng geschützte Fledermausart. Im zentralen Gebiet zwischen Gaim und Bockmerholz liegt ein vorwiegend ackerbaulich genutztes Areal. Unter extensiver Nutzung haben sich aber kleinflächig magere Flachland-Mähwiesen und artenreiche Pfeifengraswiesen erhalten. Vereinzelt wächst im Gebiet auch der Große Wiesenknopf, an welchem der Dunkle Wiesenknopf-Ameisenbläuling lebt – ein streng geschützter Schmetterling, der aufgrund seines komplexen Lebenszyklus außerdem an die Vorkommen bestimmter Ameisenarten gebunden ist. Mehrere künstlich angelegte Kleinwässer entsprechen dem Lebensraumtyp der mäßig nährstoffreichen, kalkhaltigen Stillgewässer mit Armleuchteralgen und beherbergen mit dem Kammmolch eine weitere streng geschützte Tierart. Artenreiche Offenlandbiotope liegen auch im Bereich einer ehemaligen Mergelhalde: Hier sind naturnahe Kalktrockenrasen zu finden, welche zur Habitatvielfalt in dem vorwiegend waldgeprägten Gebiet beitragen.
Das EU-Vogelschutzgebiet „Rheiderland“ setzt sich zusammen aus mehreren Teilflächen innerhalb des ausgedehnten, binnendeichs gelegenen Marschlands westlich von Leer im Mündungsbereich der Ems in den Dollart. Das Gebiet liegt überwiegend unterhalb des Meeresspiegels und wird durch ein verzweigtes Grabensystem über Siele und Schöpfwerke entwässert. Die Marsch wird intensiv als Grünland mit früher Mahd und anschließender Beweidung genutzt. Im westlichen Bereich der jungen Marsch finden sich jedoch auch Ackerflächen. Entlang der Gräben sowie an den vereinzelten Abgrabungsgewässern sind teilweise Röhrichtbestände vorhanden. Das Gebiet steht insbesondere mit den benachbarten VogelschutzgebietenV01 „Niedersächsisches Wattenmeer und angrenzendes Küstenmeer“undV10 „Emsmarsch von Leer bis Emden“in enger ökologischer Wechselbeziehung. Zahlreiche Wat- und Wasservögel nutzen die weiträumigen, gehölzfreien Marschflächen als Brut- oder Rastgebiet. Es handelt sich um eines der bedeutendsten Rast- und Überwinterungsgebiete für nordische Gänse in Niedersachsen. Die Individuenzahlen von Blässgans, Graugans und Weißwangengans erreichen regelmäßig internationale Bedeutung. Von nationaler Bedeutung sind regelmäßig die Rastzahlen des Goldregenpfeifers. Für wiesenbrütende Limikolen wie Kiebitz und Uferschnepfe ist das Rheiderland eines der wichtigsten niedersächsischen Brutgebiete. Gerade diese Arten profitieren von extensiver Grünlandbewirtschaftung und hohen Grundwasserständen, wenn sie weit ins Frühjahr bestehen. Darüber hinaus dient das Gebiet Watvögeln des benachbarten Wattenmeeres während des Tide-Hochwassers als Hochwasserrastplatz. Umgekehrt nutzen viele Vögel, die im Rheiderland Nahrung suchen, die Wasserfläche des Dollarts im Wattenmeer als Schlafplatz. Das Gebiet ist zugleich Projektgebiet desintegrierten LIFE-Projektes „GrassBirdHabitats“und bis 2024 Teil desLIFE+ Natur-Projektes „Wiesenvögel.
Das FFH-Gebiet „Beienroder Holz“ liegt zwischen Wolfsburg und Braunschweig südlich der Schunter im Naturraum Ostbraunschweigisches Flachland. Die aus Sand- und Tonsteinen des Jura entwickelten Böden sind großflächig stauwasserbeeinflusst oder – im westlichen, nahe der Schunterniederung gelegenen Gebietsteil – grundwasserbeeinflusst. Bedingt durch die geologischen Voraussetzungen und verstärkt durch historische Waldbewirtschaftungsformen wie Mittelwaldnutzung ist das Gebiet in weiten Bereichen von feuchten Eichen- und Hainbuchenwäldern geprägt. Einige alte Waldbestände haben sich zudem im Zuge ehemaliger Hutewaldnutzung entwickelt – die als Waldweide genutzten Wälder zeichnen sich durch einen parkähnlichen Charakter, einen heute sehr alten Eichenbestand sowie einige weidetolerante Pflanzenarten in der Strauch- und Krautschicht aus. Von dem hohen Alt- und Totholzanteil in den lichten Beständen der alten bodensauren Eichenwälder mit Stieleiche profitiert beispielsweise der streng geschützte Eremit. Dieser Käfer lebt in mit Mulm ausgebetteten Höhlen in Altbäumen, welche er oft sein gesamtes Leben nicht verlässt. Im Gebiet kommen auch kleinere buchendominierte Laubwälder vor. Neben Waldmeister-Buchenwäldern sind auch Hainsimsen-Buchenwälder zu finden. Zudem wachsen in wenigen Bereichen Auenwäldern mit Erlen und Eschen. In kleinen Stillgewässern, die in den naturnahen Laubwäldern liegen, kommt unter anderem der streng geschützte Kammmolch vor. Ganz andere, aber ebenso wertvolle Habitate stellen einige ehemalige Bunker im Gebiet dar: Aufgrund ihrer mikroklimatischen Bedingungen sowie der Ungestörtheit sind sie bedeutende Winterquartiere für verschiedene Fledermausarten wie die streng geschützte Mopsfledermaus. Das Gebiet ist nicht nur für den Schutz von Lebensraumtypen und Arten der FFH-Richtlinie wichtig, sondern auch für die Vogelwelt gemäß der EU-Vogelschutzrichtlinie von Bedeutung. Eine Beschreibung hierzu findet sich auf der oben verlinkten Webseite zum EU-Vogelschutzgebiet V48 „Laubwälder zwischen Braunschweig und Wolfsburg“.
Das FFH-Gebiet „Küstenheiden und Krattwälder bei Cuxhaven“ liegt auf einer Geestzunge, die sich zwischen den Marschen der Wurster Nordseeküste im Westen und den Elbmarschen im Osten bis an das Wattenmeer bei Cuxhaven erstreckt. Ein Großteil des Gebiets wurde als Truppenübungsplatz genutzt – die militärische Nutzung auf den sauren, sandigen Festlandsböden begünstigte die Entwicklung der offenen Heidelandschaft, die heute für das Gebiet prägend ist. Eine weitere Besonderheit stellen die bodensauren Eichenwälder dar, die teilweise als sogenannte Krattwälder ausgebildet sind: Die lichten Eichenwälder mit ihren charakteristischen knorrigen Baumgestalten haben sich im Zuge einer historischen Niederwaldnutzung entwickelt. In den küstennahen Bereichen des Gebiets kommen kleinflächig auch Heiden und Wälder auf Küstendünen vor. In den trockenen Heiden, Sandheiden auf Binnendünen und artenreichen Borstgrasrasen wachsen neben den dominierenden häufigen Arten Besenheide, Krähenbeere und Borstgras einige seltene Pflanzenarten. Viele davon, zum Beispiel das Wald-Läusekraut oder die Niedrige Schwarzwurzel, leiden als konkurrenzschwache Arten unter den heute hohen Stickstoffeinträgen aus der Luft und profitieren von der auf den Flächen durchgeführten extensiven Beweidung. Das Gebiet wird von einigen grundwasserbeeinflussten Senken durchzogen, in welchen stellenweise vermoorte, feuchte Heiden mit Glockenheide, Übergangs- und Schwingrasenmoore sowie Torfmoor-Schlenken ausgebildet sind. Neben dem Lungen-Enzian wächst dort auch das seltene Braune Schnabelried. An kleinen, nährstoffarmen Stillgewässern finden sich Vorkommen der Großen Moosjungfer, einer streng geschützten Libellenart. und des ebenfalls streng geschützten Moorfroschs. Zudem liegt das FFH-Gebiet in der Kulisse desIP-LIFE - Projektes "Atlantische Sandlandschaften".
Wendschotter und Vorsfelder Drömling mit Kötherwiesen
Das Gebiet umfasst ein weiträumiges, nahezu ebenes Niederungsgebiet auf An- und Niedermoor im Urstromtal der Aller. Prägend sind hohe Grundwasserstände und periodische Überflutungen. Der überwiegende Teil des NSG gehört zum Schutzgebietssystem „Niedersächsischer Drömling“. Die großflächige Nutzung des Drömling wurde erst durch Einführung der Rimpauschen Moordammkulturen im 19. Jahrhundert ermöglicht. Heute wird der Bereich des „Wendschotter und Vorsfelder Drömling“ hauptsächlich als Dauergrünland genutzt, kleinere Teilflächen als Acker oder Wald. Kennzeichnend für die Grünlandbereiche ist das Nebeneinander von mehr oder weniger feuchten, nährstoffreichen Standorten mit Übergängen bis hin zu mageren, mesophilen Bereichen. Daran angepasst hat sich ein Komplex aus größtenteils extensiv genutzten Flutrasen, Feucht- und Nasswiesen, Mähweiden und Weiden entwickelt. Eingestreut finden sich kleinere Waldbereiche, Feldgehölze, Hecken, Gebüsche, Hochstaudenfluren, Seggenriede, Röhrichte und kleinere Stillgewässer, verbunden durch ein weit verzweigtes Netz strömungsarmer Entwässerungsgräben mit reicher Wasservegetation und Anschluss an das Gewässersystem der Aller. Dieser Bereich wird durch den Mittellandkanal in zwei Teilgebiete unterteilt. Südwestlich entlang der Aller schließt sich ein drittes Teilgebiet im Bereich „Kötherwiesen“ an. Dieses Gebiet wurde im Rahmen von Kompensationsmaßnahmen umgestaltet und zu einem Mosaik aus Feucht- und Nassgrünland, Stillgewässern, Seggenrieden, Röhrichten, Hochstaudenfluren, vereinzelten Feuchtgebüschen und randlichen Feldgehölzen entwickelt. Das Naturschutzgebiet liegt für manche atlantischen Arten an der östlichen und für manche kontinentalen Arten an der westlichen Grenze des Verbreitungsgebietes und ist daher eine für die Wissenschaft wertvolle Schnittstelle zweier geografischer Zonen. Das NSG dient dem Schutz desFFH-Gebietes 092 "Drömling"und desEU-Vogelschutzgebiets V46 "Drömling". Zuständig ist dieStadt Wolfsburgals untere Naturschutzbehörde.
Das Gebiet umfasst größere Flächen der niedersächsischen Geest zwischen Buchholz und Soltau mit einer von ausgedehnten Heideflächen, Mooren, klaren Heidebächen und naturnahen Laubwäldern sowie Nadelwäldern geprägten, in ihrer Beschaffenheit einzigartigen Landschaft. Insbesondere im Bereich eines Endmoränenzuges, dessen wohl bekannteste Erhebung der Wilseder Berg ist, haben sich durch die traditionelle Heidewirtschaft weitläufige Zwergstrauch- und Wacholderheiden, zerstreut auch artenreiche Borstgrasrasen, entwickelt und durch Pflegemaßnahmen erhalten, die heute Zeugnis geben über das Bild der früher den überwiegenden Teil der Geest einnehmenden Heidelandschaft. Prägend für das Erscheinungsbild dieser nicht nur kulturell, sondern auch für eine Vielzahl von Arten bedeutsamen Landschaft sind die in weiten Bereichen von Wacholderbeständen gegliederten Flächen mit Besenheide, die ein kleinräumiges und dynamisches Standortmosaik aufweisen. Auf Binnendünen finden sich Übergänge zu Trockenrasen mit Strauß- und Silbergras. In grundwasserbeeinflussten, teils anmoorigen Senken sind feuchte Heiden mit Glockenheide zu finden, in welchen die Blütenstände der gefährdeten Moorlilie gelbe Farbakzente setzen. Partiell finden sich Übergänge zur typischen Hochmoorvegetation, die im Pietzmoor südöstlich von Schneverdingen auch in größerer Ausdehnung vorkommen. Im Gebiet entspringen zahlreiche Heidebäche und -flüsse wie Wümme, Böhme und Seeve, die teilweise von Bruch- und Quellwäldern mit Erlen und Eschen begleitet werden Die Lüneburger Heide ist Lebensraum vieler bedrohter Arten wie z. B. Zauneidechse und Schlingnatter, verschiedener Amphibienarten, von Bachneunauge und Groppe sowie Libellen wie der Grünen Flussjungfer. Weiterhin kommen u. a. Heidelerche, Birkhuhn, Raubwürger und Fischotter vor. Das NSG dient dem Schutz desFFH-Gebietes 070 "Lüneburger Heide"sowie desEU-Vogelschutzgebietes V24 "Lüneburger Heide". Zuständig sind die LandkreiseHeidekreisundHarburgals untere Naturschutzbehörden. Wählen Sie in der Infospalte weitere Informationen über das Gebiet aus...
Das Naturschutzgebiet (NSG) "Seeve" erstreckt sich entlang des Ober- und des Mittellaufes der Seeve vom Quellbereich in Wehlen bei Undeloh bis zum Rangierbahnhof Maschen im Norden. Teile des NSG sind Bestandteil des FFH-Gebietes 041 "Seeve". Des Weiteren wurden die ehemaligen NSG „Hangquellmoor bei Weihe“ und „Altes Moor“ mit ihren schutzwürdigen Biotopen und daran gebundenen Arten in das Schutzgebiet integriert. Bei der Seeve im Ober- und Mittellauf handelt es sich um einen sommerkühlen Tieflandfluss als Teil der Flussgebietseinheit Elbe. Der Gewässerlauf ist in großen Teilen naturnah geprägt und weist einen oft geschwungenen bis geschlängelten Verlauf auf. Besonders strukturreich, mit Wechsel der Strömungsgeschwindigkeiten, ist die Seeve in Abschnitten, die von Erlen-Eschen-Wäldern oder feuchten Eichenwäldern gesäumt werden. Überwiegend durchfließt die Seeve ein von Grünland bestimmtes Gebiet. Neben intensiv landwirtschaftlich genutzten Grünländern finden sich auch größere Bereiche mit extensiv genutztem Feucht- und Nassgrünland, das in enger Verzahnung mit Feuchtbrachen, Röhrichten und Seggenriedern steht. In den höher gelegenen, grundwasserfernen Talrändern bestehen Übergänge zu mäßig nährstoffreichen Buchen- und Eichenmischwäldern, mesophilem Grünland z.T. im Wechsel mit Borstgrasrasen und Besenheidebeständen. Auf grundwassernahen Standorten und Randvermoorungen in der Niederung wie sie bei Jesteburg und Handeloh vorzufinden sind, haben sich Bruchwälder mit Erlen und Birken sowie von Weiden geprägte Sumpfwälder ausgebildet. Die Seeve mit angrenzenden Flächen wurde vorrangig aufgrund der hohen Bedeutung als Aufenthalts- und Laichgewässer gefährdeter Fischarten und Rundmäuler wie Meer- und Flussneunauge gemäß des Anhang II der FFH-Richtlinie sowie der zum Teil gut ausgeprägten Wasservegetation, ferner aufgrund des Vorkommens von Nasswiesen, Sümpfen, Erlen-Quellwäldern und Birken-Moorwäldern als FFH-Gebiet ausgewiesen. Das Gebiet dient wesentlich zur Verbesserung und dem Erhalt des Lebensraumes (insbesondere Laich- und Larvalhabitate) der genannten Rundmaul-Arten. Des Weiteren hat das Gewässersystem der Seeve für den Fischotter eine besondere Bedeutung. Die Seeve-Niederungsflächen, insbesondere um die Gemeinde Ramelsloh, besitzen eine erhebliche Bedeutung für den Weißstorch als Nahrungs- und Bruthabitat. Das Naturschutzgebiet dient dem Schutz desFFH-Gebietes 041 "Seeve". Zuständig ist der LandkreisHarburgals untere Naturschutzbehörde. Wählen Sie in der Infospalte weitere Informationen über das Gebiet aus...
Das FFH-Gebiet „Hohes Moor bei Kirchdorf“ liegt südöstlich von Sulingen bei Kirchdorf und umfasst einen Hochmoorrest im Naturraum Diepholzer Moorniederung, in welcher der einst hohe, heute aber abgesenkte Grundwasserspiegel großflächige Hoch- und Niedermoorbildungen über mineralischen Geestböden begünstigte. Die Hochmoortorfe im Gebiet sind durch Entwässerung und Torfabbau stark degradiert und werden in weiten Bereichen landwirtschaftlich genutzt. Vor allem die südlichen und westlichen Gebietsteile werden von zumeist intensiv genutzten Acker- und Grünlandflächen geprägt. Nur kleinflächig finden sich hier mit mageren Flachland-Mähwiesen auch artenreichere Grünlandausprägungen. Im Kernbereich des Moors wachsen sekundäre Moorwälder, in welchen lichte Bestände aus Moor-Birken und Wald-Kiefern, die Bulten des verbreiteten Pfeifengrases und verschiedene Laubmoose zur Strukturvielfalt des Lebensraums beitragen. Auch die typischen und weitgehend gehölzfreien Strukturen degradierter, noch renaturierungsfähiger Hochmoore haben sich im Hohen Moor teilweise erhalten. Offene Wasserflächen in ehemaligen Torfstichen entsprechen dem Lebensraumtyp der dystrophen, das heißt nährstoffarmen, durch Huminsäuren bräunlich gefärbten Stillgewässer. An der nordöstlichen Gebietsgrenze fließt die Große Aue, welche stellenweise von einem Gürtel aus nach der Weichsel-Kaltzeit aufgewehten Binnendünen begleitet wird. Auch am Hohen Moor liegt eine solche, deren teils nur spärliche Vegetationsbedeckung von verschiedenen Zwergsträuchern und Gräsern dominiert wird. Die Sandheiden und Silbergrasfluren stellen insbesondere für verschiedene Insektenarten bedeutende Habitate dar. Von dem Nebeneinander dystropher Gewässer, teils naturnaher Moorwälder und -heiden sowie trockener Sandheiden profitieren überdies einige mitunter streng geschützte Arten, zu welchen Moorfrosch, Schlingnatter und Zauneidechse gehören. Zudem liegt das FFH-Gebiet in der Kulisse desIP-LIFE - Projektes "Atlantische Sandlandschaften".