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Laßbrook
Die Wälder im Naturschutzgebiet „Laßbrook“ sind Teil des Schutzgebietsnetzes „Natura 2000“. Der Laßbrook zeichnet sich in besonderer Weise durch eine verhältnismäßig hohe Zahl alter Bäume (z. T. älter als 150 Jahre) aus. Der Schutz von seltenen und störungsempfindlichen Arten und Lebensräumen ist ein Schwerpunkt bei der Sicherung des Gebietes. Zahlreiche Eichen- und Buchenwälder auf bodensauren Böden sowie Erlen-Eschen-Au- und -Quellwälder unterstreichen die Schutzwürdigkeit für dieses Schutzgebiet, welches auch zahlreichen Tierarten, wie Vögel, Säugetiere (insbesondere Fledermäuse) und Reptilien, einen wichtigen Lebensraum bietet. Das Naturschutzgebiet dient dem Schutz desFFH-Gebietes 212 "Gewässersystem der Luhe und unteren Neetze". Zuständig ist derLandkreis Harburgals untere Naturschutzbehörde. Wählen Sie in der Infospalte weitere Informationen über das Gebiet aus...
Bei dem Gebiet handelt es sich um eine typische Niederungslandschaft mit vielen Merkmalen eines bäuerlich geprägten Kulturraumes, der sich mit der Zeit und durch die Nutzung entwickelt hat. Das Gebiet wird bestimmt durch die Talauen des Schwarzwassers und der Flöhte, die Niederung des Blumenhagener Moores und eine Vielzahl naturnaher Gräben und Grüppen sowie kleinflächige Wälder, Erlen- und Weidenbaumreihen, Einzelbäume und Hecken sowie unterschiedliche Grünlandtypen. Stauende Bodenschichten behindern die Versickerung und bewirken neben stark schwankenden Grundwasserständen periodische Überflutungen nach starken Niederschlägen oder Schneeschmelze. Die Salzhalde, der Tümpel und die Salzwiese des Flora-Fauna-Habitat(FFH)-Gebiets sind weitere prägende Elemente des Gebietes. Das Naturschutzgebiet dient dem Schutz desFFH-Gebietes 348 "Binnensalzstelle Klein Oedesse". Zuständig ist derLandkreis Peineals untere Naturschutzbehörde. Wählen Sie in der Infospalte weitere Informationen über das Gebiet aus...
Herstellung eines Naherholungsgebietes mit Badesees in der ehemaligen Mergelgrube HPC II in Hannover-Misburg
Die Landeshauptstadt Hannover entwickelt im Bereich der ehemaligen Mergelabbaugrube HPC II in Hannover-Misburg ein naturnahes Naherholungsgebiet. Zu diesem Zweck wurde im Jahr 2000 die GENAMO mbH gegründet. Für die HPC II nördlich des Stichkanals Misburg sieht der Gesellschaftszweck der GENAMO die (Teil-)Verfüllung mit unbelastetem Bodenmaterial und anschließend die Anlage eines Naherholungsgebietes mit Badesees vor. Zentrales Element des Gesamtvorhabens ist ein neues, ca. 6 ha großes Gewässer, das zum einen als Badegewässer, zum anderen als vielfältig strukturierter Lebensraum für verschiedene Tier- und Pflanzenarten fungieren soll. Nach den hydrologischen Berechnungen wird der derzeit noch mithilfe von Pumpen niedrig gehaltene Wasserspiegel auf 51,00 ü. NN ansteigen und anschließend mittels eines Durchlassbauwerks ohne den Einsatz von Pumpen konstant gehalten. Überschüssiges Wasser wird dann aus dem Badesee in den Stichkanal Misburg geleitet.
Das FFH-Gebiet „Totenberg (Bramwald)“ liegt im Norden des Bramwalds im Naturraum Solling, Bramwald, Reinhardswald nordwestlich von Dransfeld. Der Höhenzug Bramwald ist Teil einer großen, durch Täler und Fließgewässer zerschnittenen Buntsandsteinaufwölbung, zu welcher auch Solling und Kaufunger Wald sowie der in Hessen liegende Reinhardswald gehören. Die nordostexponierten Hänge des Totenbergs fallen zum Tal der nördlich fließenden Nieme etwas steiler ab. Auf den aus Buntsandstein gebildeten Böden wachsen im Gebiet ausgedehnte bodensaure Hainsimsen-Buchenwälder mit einem stellenweise hohen Alt- und Totholzanteil. Diese naturnahen Laubwälder sind ein geeignetes Jagdrevier für das Große Mausohr, eine streng geschützte Fledermausart, und Lebensraum für viele weitere für diesen Lebensraumtypen charakteristische Tier- und Pflanzenarten. Am Bachlauf der Steimke ist ein an der Gebietsgrenze liegender Auenwald mit Erlen und Eschen ausgebildet.
Das FFH-Gebiet „Reithbruch“ liegt im Westen von Osterholz-Scharmbeck und wird dem Naturraum Wesermünder Geest zugeordnet. Prägend für das Gebiet sind die hier entspringenden kleinen Quellbäche der Wienbeck, welche vor allem von naturnahen Au- und Quellwäldern begleitet werden. Von besonderer Bedeutung sind die am Oberlauf der Wienbeck ausgebildeten Kalktuffquellen und ein sich anschließendes basenreiches Niedermoor, dominieren doch sonst in der niedersächsischen Geest insbesondere basen- und nährstoffarme Sandböden. An den Kalktuffquellen und im Niedermoor wachsen einige seltene und stark gefährdete Pflanzenarten wie das Breitblättrige Knabenkraut. Auch die großflächig ausgebildeten Quellwälder mit Erlen und Eschen sowie die sich jenseits der grundwasserbeeinflussten Böden anschließenden atlantischen bodensauren Buchen-Eichenwälder, in welchen die auffällige Stechpalme in der Strauchschicht wächst, sind wertvolle Habitate für verschiedene Tier- und Pflanzenarten.
Das FFH-Gebiet „Laubwälder am Einemhof und Kranichmoor“ liegt westlich von Lüneburg nahe der Ortschaft Vierhöfen und umfasst in zwei Teilgebieten ein kleines Übergangsmoor sowie naturnahe Laubwälder. Der Übergang zwischen den Naturräumen Luheheide und Stader Elbmarschen zeigt sich im Gebiet in einem sanften Abfall der Geländeoberfläche: Die sandigen bis lehmigen, höhergelegenen Geestplatten werden zunehmend von den großflächig grundwasserbeeinflussten Böden des Elbeurstromtals abgelöst. Den größten Flächenanteil nehmen im Gebiet bodensaure Eichenwälder mit Stieleiche ein, die in ihrer Verbreitung in Niedersachsen durch historische Waldnutzungsformen wie Mittelwaldwirtschaft gefördert wurden. Nur kleinflächig kommen rund um Einemhof Hainsimsen-Buchenwälder vor; hier liegt außerdem das Quellgebiet der Roddau, eines kleinen Nebenbachs der Ilmenau.
Das FFH-Gebiet „Konau bei Braudel“ liegt westlich von Waddeweitz im Naturraum Ostheide und umfasst insbesondere bodensaure Eichenwälder auf dem flachwelligen Hochplateau des Drawehn. Als Teil der Osthannoverschen Endmoräne, die durch die Gletscher der Saale-Kaltzeit geformt wurde, wird das Gebiet insbesondere von nährstoffarmen, lehmigen bis sandigen Böden geprägt. Im Gebiet haben sich trotz der ungefähr im 18. Jahrhundert einsetzenden Bestrebungen, Nadelforsten anzulegen, naturnahe Eichenwälder erhalten, in welchen Stiel- und vor allem Traubeneichen lichte Bestände ausbilden. Auch durch den teilweise hohen Anteil von Alt- und Totholz stellen die Eichenwälder mit Übergängen zu bodensauren Buchenwäldern bedeutende Habitate für verschiedene Tier-, Pilz- und Pflanzenarten dar.