Umweltdaten
Fauna-Flora-Habitat-Gebiete

Entenfang Boye und Bruchbach

Beschreibung

Das FFH-Gebiet „Entenfang Boye und Bruchbach“ liegt nordwestlich von Celle und erstreckt sich in der Niederung der Örtze von Eversen im Norden bis ins Aller-Urstromtal im Süden. Zum Gebiet gehören der teils begradigte, teils naturnahe Bruchbach sowie die von ihm durchflossene Teichlandschaft des Entenfangs Boye. Der Bruchbach, unterhalb des Entenfangs als Grobebach bezeichnet, mündet bei Boye in die Aller, die hier als FFH-Gebiet 090 „Aller (mit Barnbruch), untere Leine, untere Oker“ ausgewiesen ist. Der Entenfang Boye ist ein altes, bereits Ende des 17. Jahrhundert aus einem natürlichen, flachen Stillgewässer entwickeltes Teichgebiet. Heute entsprechen die von einem breiten Verlandungsgürtel aus Schilfröhricht umgebenden Teiche dem Lebensraumtyp der mäßig nährstoffreichen Stillgewässer mit Strandlings- oder Zwergbinsenvegetation. Auf nur flach überstauten, partiell trockenfallenden Teichböden wachsen einige sehr selten Pflanzenarten wie der Pillenfarn und der Flutende Sellerie. Nordöstlich der Teiche haben sich Niedermoorböden entwickelt, auf welchen Moorwälder und kleinflächige Übergangs- und Schwingrasenmoore ausgebildet sind. Zudem liegt das FFH-Gebiet in der Kulisse desIP-LIFE - Projektes "Atlantische Sandlandschaften".
Veröffentlicht
Amtsblatt der Europäischen Union Nr. L338 vom 23.12.2015, Seite 688 (Az: C(2015) 8219)

Wissen

Fauna-Flora-Habitat-Gebiete gehört zum Thema:

FFH-Gebiete sind Teil des europaweiten Schutzgebietsnetzes Natura 2000. Sie bewahren bedrohte Lebensräume sowie seltene Tier- und Pflanzenarten, die europaweit geschützt sind.

Grundlage ist die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der EU. Der zentrale Gedanke: Artenvielfalt lässt sich nur durch ein vernetztes System von Schutzgebieten sichern, das Lebensräume verbindet und langfristigen Schutz ermöglicht.

Quellen und Lizenzen