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Mittlere jährliche Sickerwasserrate aus dem Boden in Deutschland (WMS)
Web Map Service (WMS) zur mittleren jährlichen Sickerwasserrate aus dem Boden in Deutschland (SWR1000). Die mittlere jährliche Sickerwasserrate aus dem Boden ist als die Sickerwassermenge definiert, die den Boden unter Berücksichtigung des kapillaren Aufstiegs im langjährigen Mittel abwärts verlässt. Sie wird in mm/a angegeben. Niederschlagswasser, das nach Abzug des Oberflächenabflusses in den Boden infiltriert, steht zuerst für die Wasserversorgung der Vegetation zur Verfügung. Überschreitet der Wassergehalt im Wurzelraum die Feldkapazität, bewegt sich das infiltrierte Wasser der Schwerkraft folgend nach unten und verlässt den Wurzelraum. Dieses Sickerwasser wird sich zum Grundwasserspiegel bewegen und zur Grundwasserneubildung beitragen oder zum Teil auch lateral als Zwischenabfluss abfliessen. Neben der quantitativen Bedeutung der Sickerwasserrate aus dem Boden für die Grundwasserneubildung, und damit für die Trinkwasserversorgung aus dem Grundwasser, bestimmt das Sickerwasser in entscheidender Weise auch die Verlagerung und Auswaschung von Nähr- und Schadstoffen aus dem Boden ins Grundwasser und in Oberflächengewässer. Insbesondere für qualitative Aspekte des Gewässerschutzes ist die Sickerwasserrate deshalb eine entscheidende Eingangsgröße. Die Sickerwasserrate aus dem Boden ergibt sich aus der Differenz von Niederschlag minus Verdunstung und Oberflächenabfluss.
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Boden-Dauerbeobachtungsflächen auf landwirtschaftlich genutzten Standorten
Seit langem ist bekannt, dass sich Böden mehr oder weniger schnell verändern. Manche dieser Veränderungen haben natürliche Ursachen. Andere wiederum sind auf Bodenbelastungen zurückzuführen, die der Mensch direkt oder indirekt verursacht. Hierzu gehören zum Beispiel die Stoffeinträge über Niederschlag und Staub (Säuren, Nährstoffe, Schwermetalle, Radionukleide, organische Schadstoffe usw.). Aber auch der Land- oder Forstwirt verändert die Böden seit eh und je durch Kultivierung und Nutzung. Die weitaus meisten dieser Prozesse laufen sehr langsam und für die menschlichen Sinne nur schwer wahrnehmbar ab. Um mögliche Veränderungen zu dokumentieren, führt das LBEG das niedersächsische Boden-Dauerbeobachtungsprogramm durch. Hierzu wurde in Kooperation mit anderen Landesdienststellen ein Netz von insgesamt 90 so genannten Boden-Dauerbeobachtungsflächen (BDF) aufgebaut. Siebzig entfallen auf ortsüblich landwirtschaftlich (BDF-L) genutzte und zwanzig auf forstlich genutzte (BDF-F) Standorte. Die Auswahl von repräsentativen BDF erfolgte anhand geowissenschaftlicher Kriterien wie Boden- und Gesteinsverhältnisse, Klima und Morphologie. Darüber hinaus berücksichtigte das LBEG typische Bodennutzungen wie Land- und Forstwirtschaft oder Naturschutzflächen sowie Belastungsfaktoren (Immissionen, nutzungsbedingte Belastungen etc.). Knapp die Hälfte der BDF (43) wurden stellvertretend für bestimmte Bodenbelastungssituationen ausgewählt, beispielsweise Siedlungsgebiete, Immissionsgebiete, Auengebiete mit belasteten Flusssedimenten sowie erosionsgefährdete Gebiete. Die übrigen 47 BDF geben die Vielfalt der niedersächsischen Böden unter ortsüblicher Bewirtschaftung wieder. Sie dienen auch als Referenz für Flächen mit spezifischer Belastung. Um Aufschluss über die Ursachen und Auswirkungen möglicher Bodenveränderungen zu erhalten, ermittelt das LBEG auf allen 70 landwirtschaftlich genutzten BDF zusätzlich auch den Stoffeintrag über Dünger und Pflanzenbehandlungsmittel sowie den Stoffaustrag mit dem abgefahrenen Erntegut. Der Landwirt protokolliert alle seine Bearbeitungsmaßnahmen. Ziel ist es, auf Basis dieser repräsentativ ausgewählten Messflächen mögliche Bodenveränderungen aufzudecken, Ursache und Auswirkungen zu bewerten und zu prognostizieren. Gelingt dies, steht den Handelnden in Politik, Verwaltung und Bodennutzung rechtzeitig eine gesicherte Datengrundlage für ihre Entscheidungsprozesse zur Verfügung. In anderen Bundesländern gibt es ähnliche Programme, deren inhaltlicher Umfang unter den durchführenden Institutionen abgestimmt ist. Innerhalb Europas ist eine entsprechende Rahmenrichtlinie in Vorbereitung.
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Mittlere jährliche Sickerwasserrate aus dem Boden in Deutschland
Die mittlere jährliche Sickerwasserrate aus dem Boden ist als die Sickerwassermenge definiert, die den Boden unter Berücksichtigung des kapillaren Aufstiegs im langjährigen Mittel abwärts verlässt. Sie wird in mm/a angegeben. Niederschlagswasser, das nach Abzug des Oberflächenabflusses in den Boden infiltriert, steht zuerst für die Wasserversorgung der Vegetation zur Verfügung. Überschreitet der Wassergehalt im Wurzelraum die Feldkapazität, bewegt sich das infiltrierte Wasser der Schwerkraft folgend nach unten und verlässt den Wurzelraum. Dieses Sickerwasser wird sich zum Grundwasserspiegel bewegen und zur Grundwasserneubildung beitragen oder zum Teil auch lateral als Zwischenabfluss abfliessen. Neben der quantitativen Bedeutung der Sickerwasserrate aus dem Boden für die Grundwasserneubildung, und damit für die Trinkwasserversorgung aus dem Grundwasser, bestimmt das Sickerwasser in entscheidender Weise auch die Verlagerung und Auswaschung von Nähr- und Schadstoffen aus dem Boden ins Grundwasser und in Oberflächengewässer. Insbesondere für qualitative Aspekte des Gewässerschutzes ist die Sickerwasserrate deshalb eine entscheidende Eingangsgröße. Die Sickerwasserrate aus dem Boden ergibt sich aus der Differenz von Niederschlag minus Verdunstung und Oberflächenabfluss und wurde mit dem neuen TUB-BGR-Verfahren (WESSOLEK et al., 2003) landnutzungsabhängig (Acker, Grünland, Wald) berechnet. Die Version 1.0 mit einer Rasterweite von 250 Metern basiert auf den topographischen Grundlagen des Digitalen Landschaftsmodells 1:1.000.000 (DLM 1000) des Bundesamtes für Kartographie und Geodäsie.
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Bodenkarte von Niedersachsen 1 : 50 000 - Grundwasserstufe
Die Grundwasserstufe der Böden (GWS) beschreibt den Grad des Einflusses von oberflächennahem Grundwasser auf die Entwicklung der Böden und die im Boden ablaufenden Prozesse. Eine geringe GWS kennzeichnet einen hohen Grundwasserstand und damit einen hohen Einfluss des Grundwassers auf den Boden. Die GWS wird aus der Bodenkarte von Niedersachsen 1 : 50 000 (BK50) aus den vorherrschenden mittleren Grundwasserhöchst- (MHGW) und dem mittleren Grundwassertiefstständen (MNGW) abgeleitet. Sie charakterisiert den Grundwassereinfluss mit Hilfe einer Kennzahl.
Die Grundwasserstufe der Böden (GWS) beschreibt den Grad des Einflusses von oberflächennahem Grundwasser auf die Entwicklung der Böden und die im Boden ablaufenden Prozesse. Eine geringe GWS kennzeichnet einen hohen Grundwasserstand und damit einen hohen Einfluss des Grundwassers auf den Boden. Die GWS wird aus der Bodenkarte von Niedersachsen 1 : 50 000 (BK50) aus den vorherrschenden mittleren Grundwasserhöchst- (MHGW) und dem mittleren Grundwassertiefstständen (MNGW) abgeleitet. Sie charakterisiert den Grundwassereinfluss mit Hilfe einer Kennzahl.
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Bodenkarte von Niedersachsen 1 : 50 000 - Auswertung: BK50 Prognose der Verfügbarkeit von Organika im Boden
Die Auswertung Prognose der Verfügbarkeit von Organika im Boden auf Basis der Bodenkarte von Niedersachsen 1 : 50 000 (BK50) schätzt ein, ob der Boden eine potenzielle Quelle von organischen Verbindungen bzw. Schadstoffen sein kann. Die Verfügbarkeit von Organika wird als Mittelwerte aus der Bindungs- (FOB) und Eliminierungsstufe (FOE) für Organika gebildet. Je geringer die Bindung und Eliminierung, desto größer ist die angenommene Verfügbarkeit. Dabei wird der tatsächliche Gehalt an Stoffen im Boden nicht betrachtet, sondern nur das Potenzial an auswaschbaren organischen Verbindungen. Es wird demnach der Standort für eine spezifischen Stoff hinsichtlich seiner Puffer- und Speicherfunktion für Schadstoffe bewertet. Die Ableitung erfolgt für die Leitprofile der BK50.
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Bodenkarte von Niedersachsen 1 : 50 000 - Auswertung: BK50 Prognose der Verfügbarkeit von Organika im Boden (WMS Dienst)
Die Auswertung Prognose der Verfügbarkeit von Organika im Boden auf Basis der Bodenkarte von Niedersachsen 1 : 50 000 (BK50) schätzt ein, ob der Boden eine potenzielle Quelle von organischen Verbindungen bzw. Schadstoffen sein kann. Die Verfügbarkeit von Organika wird als Mittelwerte aus der Bindungs- (FOB) und Eliminierungsstufe (FOE) für Organika gebildet. Je geringer die Bindung und Eliminierung, desto größer ist die angenommene Verfügbarkeit. Dabei wird der tatsächliche Gehalt an Stoffen im Boden nicht betrachtet, sondern nur das Potenzial an auswaschbaren organischen Verbindungen. Es wird demnach der Standort für eine spezifischen Stoff hinsichtlich seiner Puffer- und Speicherfunktion für Schadstoffe bewertet. Die Ableitung erfolgt für die Leitprofile der BK50.
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Bodenkarte von Niedersachsen 1 : 50 000 - Auswertung: BK50 Potenzielle Auswaschungsgefährdung von Pflanzenbehandlungsmitteln (WMS Dienst)
Die Auswertung Potenzielle Auswaschungsgefährdung von Pflanzenbehandlungsmitteln auf Basis der Bodenkarte von Niedersachsen 1 : 50 000 (BK50) bewertet das Potenzial für die Mobilisierung von Pflanzenschutzmittel (PSM) im Boden und den Austrag dieser mit dem Sickerwasser. PSM gelangen bei der Applikation durch den Menschen in den Oberboden, wo sie je nach Wirkstoff unterschiedlich lang verweilen können. Durch den Einfluss von Sickerwasser kann es zur Auswaschung der Stoffe aus dem Boden und damit zu Einträgen in das Grundwasser kommen. Zur Ermittlung der Potenziellen Auswaschungsgefährdung (FOW) werden die Verfügbarkeit der PSM im Boden (FOVPSM) und die jährliche Sickerwasserrate (SWR) herangezogen. Der Kennwert liegt für die Leitprofile der BK50 landesweit vor und wird in drei Stufen (gering, mittel, hoch) klassifiziert. Er kann für Planungen im Bereich des Grundwasserschutzes und bei der landwirtschaftlichen Beratung genutzt werden.
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Bodenkarte von Niedersachsen 1 : 50 000 - Auswertung: BK50 Potenzielle Auswaschungsgefährdung von Pflanzenbehandlungsmitteln
Die Auswertung Potenzielle Auswaschungsgefährdung von Pflanzenbehandlungsmitteln auf Basis der Bodenkarte von Niedersachsen 1 : 50 000 (BK50) bewertet das Potenzial für die Mobilisierung von Pflanzenschutzmittel (PSM) im Boden und den Austrag dieser mit dem Sickerwasser. PSM gelangen bei der Applikation durch den Menschen in den Oberboden, wo sie je nach Wirkstoff unterschiedlich lang verweilen können. Durch den Einfluss von Sickerwasser kann es zur Auswaschung der Stoffe aus dem Boden und damit zu Einträgen in das Grundwasser kommen. Zur Ermittlung der Potenziellen Auswaschungsgefährdung (FOW) werden die Verfügbarkeit der PSM im Boden (FOVPSM) und die jährliche Sickerwasserrate (SWR) herangezogen. Der Kennwert liegt für die Leitprofile der BK50 landesweit vor und wird in drei Stufen (gering, mittel, hoch) klassifiziert. Er kann für Planungen im Bereich des Grundwasserschutzes und bei der landwirtschaftlichen Beratung genutzt werden.
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Bodenkarte von Niedersachsen 1 : 50 000 - Auswertung: BK50 Potenzielle Auswaschungsgefährdung von Organika (WMS Dienst)
Die Auswertung Potenzielle Auswaschungsgefährdung von Organika auf Basis der Bodenkarte von Niedersachsen 1 : 50 000 (BK50) bewertet das Potenzial für die Mobilisierung von organischen Wirkstoffen im Boden und den Austrag dieser mit dem Sickerwasser. Über das Niederschlagswasser, atmosphärische Deposition oder diffuse Eintragspfade können organische Schadstoffe in die Böden gelangen, wo sie meist kurz- bis langfristig gebunden werden. Durch den Einfluss von Sickerwasser kann es jedoch auch zur Auswaschung eines Teils der Organika aus dem Boden und damit zum Eintrag in das Grundwasser kommen. Zur Ermittlung der potenziellen Auswaschungsgefährdung (FOW) werden die Verfügbarkeit der Organika im Boden (FOV) und die jährliche Sickerwasserrate (SWR) herangezogen. Der Kennwert liegt für die Leitprofile der BK50 für ganz Niedersachsen vor und ist in drei Stufen (gering, mittel, hoch) klassifiziert.