Weimar ist eine kreisfreie Stadt in Thüringen in Deutschland, die für ihr kulturelles und politisches Erbe bekannt ist. Die Altstadt liegt an einem Bogen der Ilm südöstlich des Ettersberges, der mit 477 Metern höchsten Erhebung im Thüringer Becken. Die Stadt ist mit rund 66.000 Einwohnern (2024) nach Erfurt, Jena und Gera die viertgrößte Gemeinde Thüringens und liegt etwa auf halbem Wege zwischen Erfurt im Westen und Jena im Osten. Weimar ist ein Mittelzentrum, das Teilfunktionen eines Oberzentrums erfüllt und sich seit 2004 als Universitätsstadt bezeichnet. Neben der Bauhaus-Universität beherbergt die Stadt die Hochschule für Musik Franz Liszt und die Herzogin Anna Amalia Bibliothek, sowie Behörden wie das Thüringer Oberverwaltungsgericht, das Thüringer Landesverwaltungsamt, den Thüringer Verfassungsgerichtshof und das Thüringische Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie. Im 16. Jahrhundert waren die Kunstmaler Lucas Cranach der Ältere und der Jüngere in Weimar tätig. Im 17. Jahrhundert erfolgte die Gründung der Fruchtbringenden Gesellschaft. Ins 18. Jahrhundert fallen die Aufenthalte von Johann Sebastian Bach. Darauf folgte die Weimarer Klassik mit Wieland, Goethe, Herder und Schiller. Das 19. Jahrhundert ist verbunden mit Franz Liszt, Richard Strauss, Friedrich Nietzsche und den Landschaftsmalern der Weimarer Malerschule an der Großherzoglich-Sächsischen Kunstschule. Carl Zeiß entwickelte erste Projekte in der Optik- und Feinmechanikindustrie. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wirkten Harry Graf Kessler und Henry van de Velde in Weimar und es folgte die Gründung von Bauhaus. Auch wurde in der Zeit die Verfassung der Weimarer Republik in der Stadt beschlossen. Zwischen Weimar und Berlin gab es 1919 eine der ersten zivilen Fluglinien der Welt und die erste Deutschlands, die mit Flugzeugen betrieben wurde. Nach der Deutschen Wiedervereinigung wurde 1991 das politische Forum Weimarer Dreieck in der Stadt gegründet. Die UNESCO erklärte das Bauhaus und seine Stätten in Weimar, Dessau und Bernau 1996 sowie das „klassische Weimar“ im Dezember 1998 zum Weltkulturerbe. Zudem wurde der im Goethe- und Schiller-Archiv in Weimar aufbewahrte Nachlass Goethes 2001 von der UNESCO in das kulturelle Gedächtnis der Menschheit als Weltdokumentenerbe (Memory of the World) aufgenommen. Zum Weltdokumentenerbe zählen seit 2015 auch frühe Schriften der Reformation, von denen ein Teil in der Herzogin Anna Amalia Bibliothek in Weimar aufbewahrt werden. In über 25 Museen und Ausstellungsorten wird das kulturelle Erbe von nationalem und internationalem Rang präsentiert. Weimar war ab 1547/52 Haupt- und Residenzstadt des Herzogtums Sachsen bzw. Sachsen-Weimar, später Sachsen-Weimar-Eisenach (ab 1815: Großherzogtum). Dieses wurde 1816 der erste Staat in Deutschland, der sich eine Verfassung gab. Parallel zur Tagung der Nationalversammlung vom 6. Februar 1919 bis zum September 1919 war Weimar vorübergehend Regierungssitz des Deutschen Reichs der sich konstituierenden Weimarer Republik. Von 1920 bis 1952 war Weimar die Hauptstadt des Landes Thüringen. 1999 war sie Kulturhauptstadt Europas.
Das FFH-Gebiet Küstenstreifen West- und Nordfehmarn ist ein NATURA 2000-Schutzgebiet in Schleswig-Holstein im Kreis Ostholstein in der Gemeinde Fehmarn. Das FFH-Gebiet liegt im Naturraum „Fehmarn“, in der Haupteinheit „Nordoldenburg und Fehmarn“, (Landschafts-ID 70203). Diese ist wiederum Teil der Naturräumlichen Großregion 2. Ordnung Schleswig-Holsteinisches Hügelland. Das FFH-Gebiet Küstenstreifen West- und Nordfehmarn hat eine Größe von 1456 Hektar. Die größte Ausdehnung des FFH-Gebietes beträgt 14,14 Kilometer in Nordostrichtung. Mit 4,5 Meter über Normalhöhennull (NHN) liegt der höchste Punkt des FFH-Gebietes auf dem Schutzdeich an der Südwestspitze des Naturschutzgebietes Nördliche Seeniederung Fehmarn.
Dernbach (Westerwald) ist eine Ortsgemeinde im Westerwaldkreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Wirges an. Dernbach ist gemäß Landesplanung als Mittelzentrum ausgewiesen. Überregional bekannt wurde der Ort durch die katholische Ordensgemeinschaft der Dernbacher Schwestern und durch das Autobahndreieck Dernbach.
Trebendorf, obersorbisch , ist eine sächsische Gemeinde im Landkreis Görlitz, die der Verwaltungsgemeinschaft Schleife angehört. Die zweisprachige Gemeinde liegt im sorbischen Siedlungsgebiet der Oberlausitz. Die ehemals eigenständige Gemeinde Mühlrose war von 1999 bis zur offiziellen Ortsauflösung 2025 Ortsteil Trebendorfs. Zusammen bildeten die beiden Orte nach Einwohnern eine der kleinsten Gemeinden Sachsens (2024: Rang 3 mit 698 Einwohnern).
Das Schweinsberger Moor ist ein Niedermoor am südlichen Rand des Stadtgebietes von Schweinsberg an der Ohm im mittelhessischen Landkreis Marburg-Biedenkopf. Es wurde im Jahr 1977 das 100. Naturschutzgebiet in Hessen. Heute wird es von der örtlichen Naturschutzgruppe betreut und liegt im Zuständigkeitsbereich des Regierungspräsidiums Gießen.
Vetschau/Spreewald (bis 1. April 1997 Vetschau), niedersorbisch Wětošow/Błota, ist eine Kleinstadt im Landkreis Oberspreewald-Lausitz 18 Kilometer nordwestlich von Cottbus im Süden Brandenburgs.