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Bodenkarte von Niedersachsen 1 : 50 000 - Auswertung: BK50 Kohlenstoffvorrat aus der Humusstufe - Horizonte
Die Auswertung Organischer Kohlenstoff auf Basis der Humusstufen in der Bodenkarte von Niedersachsen 1 : 50 000 (BK50) zeigt den Anteil des organischen Kohlenstoffs (C~org~) der Böden in den einzelnen Bodenhorizonten. Jedem Horizont der Leitprofile der BK50 wird in Abhängigkeit von seiner Humusstufe gemäß Bodenkundlicher Kartieranleitung (5. Auflage, KA5) ein mittlerer Humusgehalt zugeordnet. Dieser Wert, geteilt durch den Faktor 1,72, ergibt den C~org~-Gehalt in % (Ausnahme: Bei Torfen [Humusstufe h7] wird nach KA5 der Faktor 2 verwendet). Für Forststandorte gelten laut KA5 leicht abweichende Klassifizierungsgrenzen. Aufgrund der breiten Klassengrenzen der Humusstufen h4 – h7 ist die Verwendung mittlerer Werte nur eine grobe Annäherung an die tatsächlichen C~org~-Gehalte der humusreichen Böden. Die Auswertung kann für regionale Planungszwecke z.B. auch beim Thema Klimaschutz oder für Bodenfunktionsbewertungen (Klimafunktion) genutzt werden.
Die Auswertung Grenzflurabstand (GFAb) auf Basis der Bodenkarte von Niedersachsen 1 : 50 000 (BK50) beschreibt den maximalen Abstand zwischen Geländeoberfläche und Grundwasseroberfläche, bis zu dem eine für das Pflanzenwachstum wirksame Wassermenge aus dem Grundwasser noch kapillar in den effektiven Wurzelraum aufsteigt. Der Grenzflurabstand ergibt sich aus der Addition der effektiven Durchwurzelungstiefe (We) und dem Abstand zwischen der Untergrenze der We und dem Grundwasserstand, innerhalb dessen Grundwasser kapillar mit einer Rate von mindestens 0,3 mm/d bei einer Wasserspannung von pF 4 an der Untergrenze der We noch aufsteigen kann. Der Grenzflurabstand wird in dm angegeben. Die Auswertung liegt landesweit für Niedersachsen vor, abgeleitet für die Leitprofile der BK50. Die Werte können für Planungsprozesse oder auch zur Abschätzung der Auswirkungen von Grundwasserabsenkungen genutzt werden.
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Bodenkarte von Niedersachsen 1 : 50 000 - Auswertung: BK50 Effektive Wasserbilanz der Hauptvegetationsperiode
Die Auswertung Effektive Wasserbilanz in der Hauptvegetationsperiode auf Basis der Bodenkarte von Niedersachsen 1 : 50 000 (BK50) zeigt das Wasserdargebot für Pflanzen im Zeitraum Mai – August an. Der Kennwert wurde im Rahmen des Müncheberger Soil Quality Ratings entwickelt und für Bodenkarten operationalisiert (DWA-M 920-4, 2018). Die Methode verrechnet für die Hauptvegetationsperiode (Mai bis August) die Parameter Niederschlag, den kapillaren Aufstieg aus dem Grundwasser und die nutzbare Feldkapazität im effektiven Wurzelraum mit der potenziellen Verdunstung. Die Ableitung erfolgt flächendeckend für Niedersachsen unter Verwendung von Niederschlagdaten (REGNIE) und Verdunstungsdaten (VPGFAO) des DWD für den Zeitraum 1991 – 2020 im Maßstab 1:50.000. Das tatsächliche Wasserdargebot am Standort kann aufgrund des Maßstabes, unterschiedlicher Anbaukulturen und etwaiger Zusatzwassergaben von den modellierten Daten abweichen.
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Bodenkarte von Niedersachsen 1 : 50 000 - Auswertung: BK50 Mittlerer kapillarer Aufstieg
Die Auswertung Mittlerer kapillarer Aufstieg (KA) auf Basis der Bodenkarte von Niedersachsen 1 : 50 000 (BK50) zeigt die Menge an Wasser (in mm), die im Mittel innerhalb eines Jahres aus dem Grundwasser kapillar aufsteigen kann. Der Kennwert ergibt sich aus der kapillaren Aufstiegsrate, der kulturspezifischen Dauer des kapillaren Aufstiegs am Standort und dem klimatischen Wasserbilanzdefizit in der Vegetationsperiode. Die KA wird auf Basis der Vorgaben des TUB-BGR-Verfahrens abgeleitet. Sie ist abhängig vom Grundwasserstand, der Bodenart und der vorherrschenden Landnutzung. Die Auswertung liegt landesweit im Maßstab 1:50.000 und basiert auf der BK50 sowie Klimadaten des DWD für den Zeitraum 1991 - 2020. Die Auswertung kann als Eingangsgröße für weiterführende Modellierungen oder als allgemeine Informationsgrundlage für Planung und Beratung verwendet werden.
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Bodenkarte von Niedersachsen 1 : 50 000 - Standörtliches Verlagerungspotential - Austauschhäufigkeit des Bodenwassers (1971-2000)
Die Karte zeigt das mittlere standörtliche Verlagerungspotential für nichtsorbierbare Stoffe (auch Austauschhäufigkeit des Bodenwassers pro Jahr) für den 30-jährigen Zeitraum 1971-2000. Mit Hilfe der Austauschhäufigkeit (AH) des Bodenwassers kann das standörtliche Verlagerungspotenzial für nicht- oder schwach sorbierbare Stoffe beschrieben werden. Die AH gibt an, wie häufig die Bodenlösung in der effektiven Wurzelzone im Zuge der Sickerwasserverlagerung ausgetauscht wird. Je geringer das Wasserspeicher- und Rückhaltevermögen eines Bodens, desto größer ist seine Austauschhäufigkeit des Bodenwassers. Aussagen zur Konzentration und Frachten von nicht sorbierbaren Stoffen können mit der Methode nicht abgebildet werden. Bei Nitrat werden die Deposition, Denitrifikation und Mineralisation nicht berücksichtigt. Sie können in Abhängigkeit vom Standort deutlichen Einfluss auf die Nitratverfügbarkeit und -konzentration im Sickerwasser haben.
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Bodenkarte von Niedersachsen 1 : 50 000 - Auswertung: BK50 Bewirtschaftungsabhängige Erosionsgefährdung des Bodens durch Wind
Die Auswertung Bewirtschaftungsabhängige Erosionsgefährdung des Bodens durch Wind auf Basis der Bodenkarte von Niedersachsen 1 : 50 000 (BK50) schätzt das Risiko von Bodenabtrag durch Wind für die Flächeneinheiten der BK50 unter Berücksichtigung der mittleren Windgeschwindigkeit, der Erodierbarkeit des Bodens und der jeweiligen Anbaukultur. Die Schätzung erfolgt nach den Vorgaben der DIN 19706. Durch unterschiedliche Bedeckungseigenschaften bieten verschiedene Anbaukulturen in Zeiten starker Winde einen unterschiedlich guten Schutz gegenüber Bodenerosion durch Wind. Der Kennwert wird daher auf Basis der standortabhängigen Erosionsgefährdung (EgWP) und der Schutzwirkung durch angebaute Fruchtarten ermittelt. Dazu müssen standardisierte Fruchtfolgen angenommen oder die genaue Fruchtfolge dem LBEG übermittelt werden. Die Auswertung kann für regionale Planung und die Beratung der Landwirtschaft genutzt werden.
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Bodenkarte von Niedersachsen 1 : 50 000 - Auswertung: BK50 Erodierbarkeit der Böden durch Wind
Die Auswertung Erodierbarkeit der Böden durch Wind auf Basis der Bodenkarte von Niedersachsen 1 : 50 000 (BK50) zeigt die Anfälligkeit der Oberböden gegenüber dem Abtrag durch Windereignisse. Das Risiko von Bodenabtrag durch Winderosion variiert je nach Zusammensetzung der Böden. Die Erodierbarkeit der Oberböden ackerbaulich genutzter Moor- und organischer Muddenböden (Hochmoor- (Hh*) oder Niedermoortorfe (Hn*)) wird grundsätzlich als „sehr hoch“ (Stufe 5) eingestuft. Bei Oberböden von Tiefkulturen auf Sand (z. B. tiefgepflügte Podsole = Heidekulturen) und Sandmischkulturen wird ebenfalls eine Einstufung mit „sehr hoch“ (Stufe 5) vorgenommen. Die Auswertung erfolgt auf Basis der Leitprofile der BK50. Die Karte und kann für die landwirtschaftliche Beratung sowie für Planungsvorhaben genutzt werden.
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BHKPROFIL - Kohlenstoffreiche Böden in Niedersachsen nach Profilbeschreibung der Bodenkunde (WMS Dienst)
Die Karte stellt die Lagepunkte der im Niedersächsischen Bodeninformationssystem (NIBIS) nachgewiesenen moorkundlichen Standorte dar. Detailangaben zum Profilaufbau und den Merkmalen der jeweiligen Horizonte können abgerufen und grafisch als Bohrsäule angezeigt werden. Aus 70 Jahren Kartierung sind landesweit rund 40.000 Moorkundliche Bohrungen mit insgesamt ca. 180.000 Horizontbeschreibungen unterschiedlichen Alters und aus verschiedenen Erhebungsprojekten erfasst und geben den Zustand zum Zeitpunkt der Aufnahme wieder. Sie bilden mit Angaben zur Torfart und -mächtigkeit, Genese, Grad der Torfzersetzung sowie der anthropogenen Überprägung die Vielzahl der möglichen Ausprägungen von kohlenstoffreichen Böden und deren Varianten ab und stellen eine wesentliche Informationsquelle bereit, die die Beschreibung der Moorgebiete von Schneekloth et al. deutlich ergänzt.
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Bodenkarte von Niedersachsen 1 : 50 000 - Auswertung: BK50 Spezifische Wärmeentzugsleistung (Summen)
Die Auswertung Spezifische Wärmeentzugsleistung (Summen) auf Basis der Bodenkarte von Niedersachsen 1 : 50 000 (BK50) gibt die zur Verfügung stehende Wärmeleistung des Bodens wieder. Sie ist eine Funktion der Wärmeleitfähigkeit des Standortes und variiert mit dem Ausgangsgestein und dem Wassergehalt. Sie wird für Erdwärmekollektoren in W/m^2^ und für Erdwärmesonden in W/m angegeben. Die Auswertung wird landesweit für die Leitprofile der BK50 durchgeführt. Angaben aus Bodenkarten können aufgrund der Heterogenität der Böden detaillierte Standortuntersuchungen nicht ersetzen, da in der Regel Durchschnittswerte verwendet werden. Bei der Anlagenplanung können jahreszeitlich bedingte Schwankungen des Wassergehaltes bzw. der Bodentemperatur durch Berechnung verschiedener Szenarien berücksichtigt werden.
Die Auswertung Grobbodenanteil (GBA) auf Basis der Bodenkarte von Niedersachsen 1 : 50 000 (BK50) zeigt den mittleren prozentualen Volumenanteil von größeren Bodenbestandteilen, wie Kies, Grus, Steine oder Blöcke, in den Horizonten. Der Grobbodenanteil ist der prozentuale Anteil aller Bodenpartikel mit einem Durchmesser größer als 2 mm (Grobboden bzw. Bodenskelett) am Gesamtboden. Die Anteile der Grobbodenfraktionen werden durch Gemengeanteilsklassen bezogen auf den Gesamtboden gekennzeichnet. Der GBA wird in Vol.-% angegeben. Die Auswertung erfolgt horizontbezogen auf Basis der Leitprofile der BK50. Der Datensatz kann z.B. als Eingangsdatensatz für geowissenschaftliche Modelle genutzt werden. Der tatsächliche Grobbodenanteil am Standort kann maßstabsbedingt abweichen.