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Kamm des Wesergebirges
Das Gebiet erstreckt sich über Teile des Wesergebirges. Überwiegende Teile des Gebietes, insbesondere der Kamm wie auch die Oberhänge der Höhenzüge, sind mit den naturraumtypischen Buchenwaldgesellschaften bewachsen, die der potentiell natürlichen Vegetation entsprechen. Es handelt sich hierbei ausschließlich um historisch alte Waldstandorte. Von besonderer Bedeutung sind die arten- und strukturreichen, vielfach in Kontakt mit Fels- und Gesteinsbiotopen stehenden Waldbestände in den Oberhängen und Kammlagen. Hier finden zahlreiche gefährdete Pflanzen- und Tierarten und ihre Lebensgemeinschaften eine Lebensstätte. Die trockenwarmen Standorte sind durch Orchideen-Buchenwälder gekennzeichnet, stellenweise finden sich Anklänge an Eichen-Mischwald trockenwarmer Kalkstandorte sowie an Ahorn-Lindenwald trockenwarmer Kalkschutthänge. Mesophile Buchenwälder kalkärmerer Standorte sowie z. T. bodensaure Buchenwälder haben sich auf den tiefgründigeren Braunerden ausgebildet. In den Kammlagen und an den Oberhängen kommen mesophile Kalkbuchenwälder vor. In zerklüfteten, felsigen, luftfeuchten Schatthängen unterhalb der Paschenburg tritt der Ahorn-Eschen-Schluchtwald auf. Das NSG dient dem Schutz desFFH-Gebietes 112 "Süntel, Wesergebirge, Deister". Zuständig ist derLandkreis Schaumburgals untere Naturschutzbehörde. Wählen Sie in der Infospalte weitere Informationen über das Gebiet aus...
Das ca. 705 ha große Schutzgebiet südwestlich der Stadt Osterode am Harz ist ein repräsentativer Bestandteil der Gipskarstlandschaft des Südharzes. Aufgrund der hohen Löslichkeit des Gipsgesteins ist das Gebiet intensiv verkarstet und weist einige typische Karstphänomene wie beispielsweise Erdfälle, Dolinen, Bachschwinden, Höhlen und Karrenfelder sowie ein außergewöhnlich bewegtes Kleinrelief auf. Aufgrund der geologisch bedingten Standortvielfalt ist das Gebiet Lebensraum einer artenreichen und seltenen Tier- und Pflanzenwelt. Das Bild einer harmonischen Kulturlandschaft ist geprägt durch überwiegend naturnahe Buchenwälder und Schluchtwälder vor allem in luftfeuchten Erdfällen sowie extensiv bis mäßig intensiv genutztes Grünland. Lediglich die unmittelbar an das Schutzgebiet angrenzenden aktiven Gipssteinbrüche beeinträchtigen naturgemäß das Landschaftsbild auch innerhalb des Schutzgebietes stark. Sie werden aber spätestens mit Beendigung des Abbaus soweit renaturiert sein, dass ihre Wiedereingliederung in das Landschaftsbild und in den Naturhaushalt zumindest als langfristiges Ziel bestehen bleiben kann. Das NSG dient dem Schutz desFFH-Gebietes 133 "Gipskarstgebiet bei Osterode". Im Südosten grenzt dasNSG BR 033 "Gipskarstlandschaft Hainholz"an. Zuständig ist derLandkreis Göttingenals untere Naturschutzbehörde. Wählen Sie in der Infospalte weitere Informationen über das Gebiet aus...
Das im Harz gelegene EU-Vogelschutzgebiet „Klippen im Okertal“ umfasst die Steilhänge links und in geringerem Umfang rechts der Oker zwischen der Rabenklippe im Süden und der Adlerklippe im Norden. Die Flanken des eng eingeschnittenen Flusstals nördlich der Okertalsperre sind überwiegend mit Fichtenforsten bestockt, die teilweise mit Birken- und Kiefernbeständen durchsetzt sind. Prägend sind eindrucksvolle, hoch aufragende Felsformationen aus Gesteinen des Erdaltertums. Nachdem der Wanderfalke im letzten Jahrhundert in Niedersachsen zwischenzeitlichen als ausgestorben galt, erfolgte ab 1978, auch dank eines verbesserten Schutzes, eine Wiederbesiedlung. In der Folge werden seit 1984 die Felsstandorte im Okertal wieder von Wanderfalken als Brutplatz genutzt. Aufgrund der stetigen Besiedlung und der Anzahl der Brutpaare gehört das Gebiet zu den wichtigsten natürlichen Brutstandorten der Art in Niedersachsen. Es trägt dazu bei, dass im Jahr 2020 wieder 140 Brutpaare des extrem schnellen Luftraumjägers in Niedersachsen vorkamen. Das Gebiet ist nicht nur für den Schutz der Vogelwelt bedeutend, sondern auch für Lebensraumtypen und Arten gemäß der FFH-Richtlinie. Eine Beschreibung hierzu findet sich auf der oben verlinkten Webseite zum FFH-Gebiet 214 „Felsen im Okertal“.
Das FFH-Gebiet „Mausohr-Jagdgebiet Leinholz“ umfasst naturnahe Buchenwälder auf dem niedersächsischen Teil der Erhebung Sandholz. Das Gebiet liegt nördlich des hessischen Ortes Witzenhausen im Naturraum Unteres Werratal. Auf den vorwiegend aus Buntsandstein entwickelten Böden wachsen ausgedehnte Hainsimsen-Buchenwälder, die vom Großen Mausohr als Jagdrevier genutzt werden. In einigen nahen Ortschaften außerhalb des Gebiets befinden sich überdies geeignete, zumeist auf den Dachböden alter Gebäude gelegene Sommer- und Wochenstubenquartiere dieser streng geschützten Fledermausart. Auch die ebenfalls streng geschützte Bechsteinfledermaus kommt im Gebiet vor – sie profitiert von dem stellenweise hohen Altbaumanteil, da sie als Wochenstubenquartier insbesondere Baumhöhlen nutzt. An wenigen Standorten wachsen im Gebiet auch Waldmeister-Buchenwälder. An dem naturnahen Weißebach, von welchem ein kurzer Abschnitt innerhalb der Gebietsgrenzen liegt, wächst ein schmaler Saum aus Auenwäldern mit Erlen und Eschen. Vereinzelt kommt an luftfeuchten Felsen im Gebiet der streng geschützte Prächtige Dünnfarn vor. Dieser Farn bildet in Niedersachsen zumeist keine Farnwedel aus, sondern verbleibt und vermehrt sich als unauffällige fädige Pflanze im sogenannten Gametophytenstadium.
Norderney [nɔɐ̯dɐˈnaɪ] (ostfriesisches Plattdeutsch: Nördernee [nœədəˈneɛɪ]) ist eine der Ostfriesischen Inseln in der Nordsee, die dem Festland des Landes Niedersachsen zwischen der Ems- und Wesermündung in der Deutschen Bucht vorgelagert sind. Mit einer Fläche von 26,29 Quadratkilometern ist die Düneninsel Norderney nach Borkum die zweitgrößte Insel dieser Inselgruppe. Die Stadt Norderney, eine Einheitsgemeinde, umfasst die gesamte Insel Norderney. Sie gehört nach der Gebietsreform in Niedersachsen von 1978 zum Landkreis Aurich und ist mit 5343 Einwohnern die der Bevölkerung nach größte Gemeinde der Ostfriesischen Inseln. Zur Gemeinde, der am 5. August 1948 das Stadtrecht verliehen wurde, gehören neben dem Ortskern von Norderney die drei Stadtteile Fischerhafen (der Hafen und das angrenzende Gewerbegebiet), Nordhelm, eine ehemalige Kasernensiedlung und seit 2019 Ostende. Die drei Stadtteile liegen in enger Nachbarschaft im äußersten Westen der Insel. Die restliche Fläche der Insel ist kaum bewohnt und bebaut. Ausnahmen bilden wenige Gebäude um den in der Inselmitte stehenden Leuchtturm Norderney sowie der Inselgolfplatz mit den angrenzenden Siedlungen Am Leuchtturm und Grohde im Zentrum der Insel und der nahe gelegene Flugplatz Norderney, die westlich davon gelegene Jugendherberge Norderney Dünensender sowie die östlich davon gelegenen ehemaligen Gebäude der Staatsdomänen Eiland und Tünnbak. Der Hauptwirtschaftszweig des am 3. Oktober 1797 zur ersten Königlich-Preußischen Seebadeanstalt an der deutschen Nordseeküste ernannten heutigen Staatsbades und Luftkurortes ist der Fremdenverkehr. Das Nordseeheilbad verfügt über vier Badestrände. 2007 wurden mehr als 400.000 Tages- und Kurgäste gezählt, in den Jahren 2008 und 2009 wurden insgesamt über drei Millionen Übernachtungen registriert; davon in größeren Beherbergungsbetrieben rund 1,6 Millionen Übernachtungen (2019). Östlich der Stadtgrenze gehören insgesamt 85 Prozent der Inselfläche zum Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer.
Das etwa 183 ha große Naturschutzgebiet "Wurmberg" befindet sich nördlich von Braunlage im Naturraum Oberharz. Es umfasst die nordwestlichen bis südwestlichen Hanglagen des Wurmbergs. Der Wurmberg ist mit 971 m der höchste Berg Niedersachsens. Das Naturschutzgebiet erstreckt sich von 600 – 835 m ü. NN. Sein geologischer Untergrund wird vom Granitblock des Brockenmassivs gebildet. Sehr hohe Niederschläge, hohe Luftfeuchtigkeit, viele Nebeltage und raue Temperaturen kennzeichnen das Klima der montanen Lage. Unterhalb der Wurmbergkuppe wachsen anstelle der natürlicherweise hier vorkommenden Laub- und Mischwälder gegenwärtig strukturarme Fichtenbestände. Besonders prägende Landschaftselemente und aufgrund der besonderen Standortbedingungen Extremstandorte für die Vegetationsentwicklung sind Felsen, Felskomplexe und natürliche Block- und Geröllhalden mit ihrer charakteristischen Vegetation aus Flechten, Drahtschmiele und Zwergsträuchern wie Heidelbeere und Heidekraut. Weitere Biotoptypen, die zur strukturellen Vielfalt der zurzeit einförmigen Fichtenwälder beitragen, sind kleinflächig auftretende Fichtenwälder und Fichten-Bruchwälder entwässerter Hoch- und Übergangsmoore und mittelgebirgstypische Bäche mit ihren Quellbereichen und typischen Erlen-Eschenwäldern oder Weiden-Sumpfgebüschen. Auf nassen, quelligen und basenarmen Standorten einerseits und den extremen Standorten der Felsen und Blockhalden andererseits häufen sich seltene und gefährdete Pflanzenarten. Das Mosaik verschiedener Biotope und unterschiedlicher Strukturen bietet zahlreichen gefährdeten Pflanzen- und Tierarten Lebensraum und verleiht dem Naturschutzgebiet seine Eigenart und besondere Schönheit. Das Naturschutzgebiet "Wurmberg" soll als Lebensstätte für an diese Lebensräume gebundenen Pflanzen- und Tierarten sowie deren Lebensgemeinschaften durch geeignete Maßnahmen der Biotopgestaltung auf Dauer erhalten und entwickelt werden. Zuständig ist derLandkreis Goslarals untere Naturschutzbehörde. Natur erleben ohne zu stören: Bleiben Sie bitte auf den Wegen und führen Sie Hunde an der Leine. Wählen Sie in der Infospalte weitere Informationen über das Gebiet aus...
Errichtung und Betreib von 2 Hähnchenmastställen mit je 42.490 Tierplätzen, Errichtung und Betrieb von 2 Abluftreinigungsanlagen, Aufstellung von 5 Futtermittelsilos, Errichtung von einer Sammelgrube für Reinigungswasser und einer Sammelgrube für Schmutzwasser
* Reduzierung Mastschweine um 188 Tiere auf 700 Tiere, * Reduzierung Hähnchen in drei vorhandenen Ställen um jeweils 2.175 Tiere auf jeweils 37.700 Tiere, * Neubau von zwei Hähnchenmastställen mit jeweils 37.700 Tieren, * Neubau von zwei zertifizierten Abluftreinigungsanlagen, * Neubau von sechs Futtermittelsilos, * Neubau Waschwasserbehälter
Neubau Masthähnchenställe mit je 52.500 Tierplätzen
Antrag gemäß § 16 Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) zur Änderung der Hähnchenmastanlage durch den Neubau von zwei Hähnchenmastställen mit jeweils 52.500 Masthähnchen und Abluftreinigungsan-lagen, 4 Futtersilos á 40 m³, einer Kotlagerhalle mit Vorräumen, ein Schmutzwasserbehälter mit Hochsilodach, Ausstattung der vorhandenen Hähnchenmastställe mit neuen Abluftreinigungsanlagen und Reduktion der Tierzahlen in den vorhandenen Ställen auf 84.000 Hähnchenmastplätze.
Das EU-Vogelschutzgebiet „Engdener Wüste“ liegt östlich von Nordhorn am Ems-Vechte-Kanal und umfasst eine weitgehend gehölzfreie Heidelandschaft, die in weiten Bereichen für militärische Schießübungen genutzt wird. Das Gebiet wird dem Naturraum Nordhorn-Bentheimer Sandniederung zugeordnet. Prägend für das Gebiet sind die ausgedehnten Zwergstrauchheiden, in denen insbesondere die Besenheide große Bestände bildet. Die militärische Nutzung sowie auch Pflegemaßnahmen verjüngen die Heideflächen regelmäßig durch die Schaffung neuer Strukturen und verhindern so ein Vordringen von Gehölzen. Nur in einigen Randbereichen gibt es fließende Übergänge zu lichten Pionierwäldern. Der Nordosten des Vogelschutzgebietes umfasst mit seinen Nadelholzbeständen einen Ausschnitt des angrenzenden größeren Forstgebietes. In die teils aufgelichteten Bestände aus Kiefer, Lärche und Fichte sind Kleingewässer und Offenbodenstellen auf freigestellten Binnendünen eingestreut. Südlich der Heidefläche schließen sich Acker- und Grünlandflächen an. Der Wechsel aus Zwergsträuchern, offenen Sandflächen und trocken-warmen Waldrandbereichen stellt insbesondere für die wertbestimmenden Brutvogelarten einen günstigen Lebensraum dar: Die Heidelerche besitzt in der Ems-Hunte Geest aus landesweiter Sicht bedeutende Brutvorkommen in diesem Gebiet. Insbesondere die auch als Ziegenmelker bekannte Nachtschwalbe weist landesweit bedeutende Brutvorkommen in der Engdener Wüste auf. Die Nachtschwalbe ruht tagsüber überwiegend in den lichten Gehölzen, gut getarnt am Boden oder auf Ästen. Zur nächtlichen Jagd sucht sie dagegen die offenen Sandheideflächen auf. Die wärmeren bodennahen Luftschichten der Offenareale werden von nachtaktiven Insekten (z. B. Schmetterlinge, Käfer) bevorzugt und bieten der Nachtschwalbe daher ideale Jagdbedingungen. Die Reviere der Heidelerche konzentrieren sich vor allem auf die strukturreichen Mosaike aus Wald- und Heidekomplexen. Da das Vogelschutzgebiet aus Sicherheitsgründen für die Öffentlichkeit gesperrt ist, ist zudem die besondere Störungsarmut bedeutsam. Auch andere, zum Teil gefährdete Arten der Sandheiden finden hier geeignete Lebensräume. Das Gebiet ist nicht nur für den Schutz der Vogelwelt von Bedeutung, sondern auch für Lebensraumtypen und Arten gemäß der FFH-Richtlinie. Eine Beschreibung hierzu findet sich auf der oben verlinkten Webseite zum FFH-Gebiet 057 „Heseper Moor, Engdener Wüste“.