Das FFH-Gebiet „Dünengebiet bei Neumühlen“ liegt zwischen Verden und Dauelsen im Naturraum Achim-Verdener Geest und umfasst einerseits das feuchte Bachtal des im Norden des Gebiets fließenden Halsebachs und andererseits durch sehr nährstoffarme Sande gekennzeichnete Binnendünen. Entlang der Aller wurden am Ende der letzten Kaltzeit zahlreiche solcher Binnendünen aufgeweht, die, verstärkt durch die Übernutzung der Böden, teilweise auch heute noch waldfrei sind. Zudem liegt das FFH-Gebiet in der Kulisse desIP-LIFE - Projektes "Atlantische Sandlandschaften".
Vechta [ˈfɛçta] (plattdeutsch Vechte) ist eine Kreisstadt im gleichnamigen Landkreis Vechta in Niedersachsen und liegt im Oldenburger Münsterland. Vechta ist eine Universitätsstadt und gehört seit 1994 dem Städtequartett an, zu dem sich die Städte Damme, Diepholz, Lohne und Vechta zusammengeschlossen haben. Seit 2006 gehört Vechta zur Metropolregion Nordwest.
Das FFH-Gebiet „Wasserkruger Moor und Willes Heide“ umfasst zwei räumlich getrennt liegende Hochmoorreste im heute weitgehend kultivierten und zumeist als Grünland genutzten Kehdinger Moor. Nordwestlich von Stade, linksseitig der Elbe gelegen, werden die beiden Gebietsteile dem Naturraum Stader Elbmarschen zugeordnet. Auf den durch Entwässerungsmaßnahmen beeinträchtigten Moorböden des Wasserkruger Moors wachsen großflächig reich strukturierte Moorwälder, in welchen Moor-Birken und Wald-Kiefern lichte Bestände ausbilden. Neben den teilweise torfmoosreichen Wäldern finden sich im Gebiet auch renaturierungsfähige, degradierte Hochmoore, in denen sich einige hochmoortypische Pflanzenarten erhalten haben.
Hildesheim ([hɪldəshaɪ̯m] , niederdeutsch Hilmessen/Hilmssen, lateinisch Hildesia) ist eine Stadt und ein Oberzentrum in Niedersachsen. Die Stadt liegt rund 30 Kilometer südöstlich der Landeshauptstadt Hannover. Der Sitz des katholischen Bistums Hildesheim war bis 1974 kreisfreie Stadt. 1974 wurde Hildesheim mit der Gebietsreform in Niedersachsen zur großen selbständigen Stadt und zur Großstadt und bildet seitdem mit dem Gebiet des ehemaligen Landkreises Hildesheim-Marienburg, 1977 erweitert um den ehemaligen Landkreis Alfeld (Leine), den Landkreis Hildesheim, dessen Kreisstadt sie ist. Von 1885 bis 1978 gab es einen Regierungsbezirk Hildesheim. Der Regionalbeauftragte für das Leine-Weser-Gebiet, das den gesamten 2004 aufgelösten Regierungsbezirk Hannover abdeckt, ist seit 2014 in der Stadt ansässig. Hildesheim ist Standort von drei Hochschulen: der Stiftung Universität Hildesheim, der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) sowie der Norddeutschen Hochschule für Rechtspflege. Der Dom St. Mariä Himmelfahrt und die Klosterkirche St. Michaelis zählen zu den bedeutendsten Bauwerken der Frühromanik und sind seit 1985 UNESCO-Weltkulturerbe.
Der Naturpark Solling-Vogler ist ein (seit der Erweiterung im Jahr 2022) 75.381 Hektar großer Naturpark im Süden Niedersachsens (Deutschland). Der Naturpark liegt östlich des Wesertals und umfasst insbesondere den Solling, das zweitgrößte Waldgebiet Niedersachsens. Zudem gehört der Vogler und der zwischen diesen beiden Mittelgebirgen gelegene Höhenzug Burgberg zu dem Naturpark. Er wurde 1966 gegründet und wird vom „Zweckverband Naturpark Solling-Vogler“ betreut, dessen Träger die Landkreise Holzminden und Northeim und das Land Niedersachsen sind.
Der Kleine und der Große Freeden sind zwei zum Teutoburger Wald gehörende Bergrücken östlich der Stadt Bad Iburg und bilden gemeinsam mit einigen nördlich gelegenen Waldbereichen das 220 ha große Schutzgebiet. Sie bestehen aus Kalkgestein und tragen im wesentlichen prächtigen Buchenwald. Das Gebiet ist berühmt für seine Vielzahl an Frühjahrsblühern, von denen wiederum der Hohle Lerchensporn der bekannteste ist. Jedes Jahr im April überzieht er die Hänge mit einem herrlichen Teppich aus Purpur und Weiß. Das NSG dient dem Schutz desFFH-Gebietes 069 "Teutoburger Wald, Kleiner Berg". Zuständig ist derLandkreis Osnabrückals untere Naturschutzbehörde.
Das FFH-Gebiet „Heiden und Moore an der Talsperre Thülsfeld“ liegt zwischen Cloppenburg im Südosten und Friesoythe im Nordwesten und wird überwiegend dem Naturraum Sögeler Geest zugeordnet. Prägend für das Gebiet ist die weite Bereiche einnehmende Thülsfelder Talsperre, welche als Schutz vor Hochwasser an der Soeste angelegt wurde und heute als eine der nördlichsten Talsperren Deutschlands gilt. Zum FFH-Gebiet gehören außerdem Heideflächen am westlichen Seeufer sowie ein Abschnitt der Soeste mit angrenzenden Lebensräumen im Süden des Gebiets. Ein großer Teil der Thülsfelder Talsperre entspricht dem Lebensraumtyp der naturnahen und nährstoffreichen Stillgewässer. Die Uferbereiche werden oft von strukturreichen Weidengebüschen eingenommen. Stellenweise sind Übergangs- und Schwingrasenmoore sowie Moorwälder ausgebildet; sehr kleinflächig treten auch die charakteristischen Strukturen und Pflanzenarten lebender Hochmoore auf. Südlich der Talsperre entspricht die Soeste dem Lebensraumtyp der Fließgewässer mit flutender Wasservegetation. Sie wird unter anderem von feuchten Hochstaudenfluren begleitet. Entlang der Soeste wurden, wie in vielen anderen Bach- und Flusstälern der niedersächsischen Geest, am Ende der letzten Kaltzeit Binnendünen aufgeweht. Die trockenen Dünensande stellen im Gebiet einen deutlichen Kontrast zu der nassen, teils vermoorten Niederung dar. Unter extensiver Nutzung haben sich auf den Dünen und nährstoffarmen Geestsanden zwischen einigen Nadelforsten weitläufige Offenlandbiotope entwickelt, welche heute durch spezifische Pflegemaßnahmen gefördert werden. Zwergsträucher wie Besenheide und Krähenbeere prägen hier im Mosaik mit verschiedenen Gräsern und Offensandflächen das Landschaftsbild und bilden wertvolle Lebensräume für verschiedene konkurrenzschwache Tier- und Pflanzenarten. In einigen Senken sind unter anderem feuchte Heiden mit der kennzeichnenden Glockenheide ausgebildet. Zudem liegt das FFH-Gebiet in der Kulisse desIP-LIFE - Projektes "Atlantische Sandlandschaften". WeitereInformationen zur Talsperre Thülsfeldfinden Sie hier.