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Nemitzer Heide
Das NSG ist ein großflächiges, ehemaliges Waldbrandgebiet mit mehr oder weniger ausgeprägtem Dünenrelief mit trockenem bis sehr trockenem, nährstoffarmem, lockerem Flugsandböden. Die ausgedehnten strukturreichen, moos- und flechtenreichen Sandheiden wechseln kleinräumig mit Magerrasen und offenen Sandbodenstellen und eingelagerten Kiefernforsten. In den Kernbereichen der Heiden sind nur vereinzelt Bäume oder Gebüsche eingestreut, während zu den Rändern über halboffene Bereiche lichte Wälder mit Offenbodenstellen zunehmen. Im westlichen sowie südöstlichen Gebietsteil finden sich Grünland- und Ackerflächen auf grundwassernahen Sandböden. Das NSG dient dem Schutz desFFH-Gebietes 042 "Nemitzer Heide"und desEU-Vogelschutzgebietes V28 "Nemitzer Heide". Zuständig ist derLandkreis Lüchow-Dannenbergals untere Naturschutzbehörde. Wählen Sie in der Infospalte weitere Informationen über das Gebiet aus...
Das FFH-Gebiet „Mausohr-Quartiere Wesergebirge“ umfasst drei von den Fledermäusen als Quartier genutzte Orte: den Dachboden einer Kirche in Steinbergen südlich des Wesergebirges und zwei alte Steinbrücken der A2 an den nördlichen Ausläufern desselben Höhenzugs. Das Gebiet liegt in den Naturräumen Rinteln-Hamelner Wesertalung bzw. Calenberger Bergland. Die warmen und störungsarmen Orte werden als Sommer- und Wochenstubenquartiere von dem Großen Mausohr, einer streng geschützten Fledermausart, genutzt. Durch die überwiegend bewaldeten Höhen von Wesergebirge, Süntel und anderen nahen Erhebungen des Weser-Leineberglands findet die Fledermausart in der Umgebung der Quartiere geeignete Jagdreviere. Da heute viele Gebäude und Brückenhohlräume für Fledermäuse nicht mehr zugänglich sind, ist der Erhalt noch bestehender Quartiere für den nachhaltigen Schutz des Großen Mausohrs von besonderer Bedeutung.
Rahmenbetriebsplan für den Weiterbetrieb und die Erweiterung des Quarzsandtagebaus „Utgast“ in der Gemeinde Holtgast (Landkreis Wittmund)
Die Kiesgruben Günther Müller GmbH & Co. KG hat den Weiterbetrieb und die Erweiterung ihres bereits bestehenden Sandtagebaus (Nassgewinnung) im Landkreis Wittmund auf dem Gebiet der Gemeinde Holtgast, Samtgemeinde Esens, beantragt. Über eine Betriebsdauer von 40 Jahren sollen auf der Erweiterungsfläche (ca. 24,08 ha Abbaustätte mit ca. 21,39 ha Nassabbaufläche) ca. 4,35 Mio. m³ Quarzsand durch Nassabbau mit bis zu ca. 30 m Abbautiefe gewonnen, transportiert und aufbereitet werden. Die Gewinnung soll abschnittsweise in 5 Abbauabschnitten erfolgen. Nach Abtragung des Oberbodens soll der Quarzsand mit einem Saugbagger gewonnen werden. Mittels einer schwimmenden Druckrohrleitung soll das Quarzsand-Wasser-Gemisch zum bereits landseitig vorhandenen Aufbereitungsgelände transportiert und aufbereitet werden. Das Spülwasser soll dem Tagebaugewässer wieder zugeführt werden. Nach dem Ende des Abbaubetriebes soll die Abbaustätte entsprechend der vorgesehenen Folgenutzung „Naturschutz“ hergerichtet werden. Zuständige Behörde ist das niedersächsische Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie. Über den Antrag ist in einem bergrechtlichen Planfeststellungsverfahren mit Umweltverträglichkeitsprüfung und Öffentlichkeitsbeteiligung zu entscheiden.
Das FFH-Gebiet „Weiher am Syenvenn“ liegt zwischen Nordhorn im Norden und Bad Bentheim im Süden und wird dem Naturraum Nordheim-Bentheimer Sandniederung zugeordnet. Von besonderer Bedeutung sind die im Gebiet liegenden Stillgewässer, die aufgrund ihres geringen Nährstoffgehalts Lebensraum einiger konkurrenzschwacher Pflanzenarten sind. In unmittelbarer Nähe befindet sich das FFH-Gebiet058 „Syen-Venn“, ein Hochmoor, zu dessen Schutz die umgebenden Grünlandflächen einer extensiven Bewirtschaftung unterliegen, um den Nährstoffeintrag zu minimieren. Hiervon profitieren auch die kleinen Weiher im Gebiet, die dem Hochmoor südlich vorgelagert sind. Sie entsprechen dem Lebensraumtyp der nur mäßig nährstoffreichen Stillgewässer mit Strandlings- oder Zwergbinsenvegetation. Auf dem während der Sommermonate partiell oder vollständig trockenfallenden Teichboden finden einige mitunter sehr seltene Pflanzenarten geeignete Standortbedingungen. So wachsen hier unter anderem der Pillenfarn und der Flutende Sellerie. Auch das streng geschützte Froschkraut ist in den Gewässern des kleinen Gebiets zu finden, eine Pflanzenart, deren Lebensräume – ebenso wie die weiterer Arten der Strandlingsgesellschaften – durch die hohen Nährstoffeinträge in die Gewässer selten geworden sind.
Das NSG umfasst ein Anmoor- bis Übergangsmoorgebiet auf der Wesermünder Geest. Charakteristisch für das Gebiet sind senkrecht zu den Höhenlinien verlaufende Übergänge zwischen Sandboden- und Moorbodenbiotopen, entsprechend zunehmender Feuchte. Am nördlichen und hochgelegenen Rand des NSG befinden sich trockene Ausbildungen des Eichen-Mischwaldes, der Sandheide und Magerrasen. Der Übergangsmoorbereich befindet sich überwiegend in einem jungen Verwaldungsstadium mit zwergstrauchreichem oder pfeifengrasreichem Unterwuchs, in dem die torfbildenden Pflanzengesellschaften zurückgedrängt werden. Die Waldstadien schließen offene Moorheidestadien wie das Moorlilien-Anmoor und das Glockenheide-Moordegenerationsstadium ein, in denen noch bultbildende Torfmoose vorkommen. Am südlichen Übergang in die Bachniederung geht das Übergangsmoor in eine nährstoffarme Ausbildung des Erlen-Birkenbruchwaldes über. Zuständig sind die LandkreiseOsterholzundCuxhavenals untere Naturschutzbehörden. Natur erleben ohne zu stören: Bleiben Sie bitte auf den Wegen und führen Sie Hunde an der Leine. Wählen Sie in der Infospalte weitere Informationen über das Gebiet aus...
Das Gebiet ist charakterisiert durch den nach Sandabbau freiliegenden Rohboden, die dadurch verursachte Nährstoffarmut des Standortes und die besonderen Wasserverhältnisse mit Überstauung oder hoch anstehendem Grundwasser. Es umfasst das Gewässer und den Uferbereich und bietet besonderen, an diese Standortverhältnisse angepassten Arten einen Lebensraum. Der besondere Schutzzweck ist die Erhaltung, Entwicklung und Wiederherstellung der ehemaligen Abbaustelle als nährstoffarmes Stillgewässer mit nährstoff- und basenarmem klarem Wasser, unbeschatteten, flachen, von Bewuchs durch Bäume und Sträucher freien Ufern mit einer rohbodentypischen Pflanzengesellschaft, u. a. mit dem Schwimmenden Froschkraut (Luronium natans). Weiterhin soll der Lebensraumtyp der nährstoffarmen bis mäßig nährstoffreichen Stillgewässer mit Strandlings- oder Zwergbinsen-Gesellschaften mit seinen charakteristischen Tier- und Pflanzenarten gefördert bzw. wiederhergestellt werden. Der Nährstoffgehalt und der Wasserchemismus sollen sich nicht durch das Einbringen von Stoffen verändern. Das Naturschutzgebiet dient dem Schutz desFFH-Gebietes 248 "Sandgrube Pirgo“. Zuständig ist derLandkreis Cloppenburgals untere Naturschutzbehörde. Wählen Sie in der Infospalte weitere Informationen über das Gebiet aus...
Das Naturschutzgebiet erstreckt sich auf der Bergkuppe des Schweinebergs und ist geprägt von sehr alten, naturnahen Waldmeister-Buchenwaldgesellschaften im weiten Stand und einer sehr gut entwickelten Krautschicht. Der Wald ist aus einer Ackeraufforstung zu Beginn des 20 Jahrhundert hervorgegangen. Es wurden schon in frühen Jahren der forstlichen Bewirtschaftung markante Einzelbäume gefördert. Charakteristisch sind im Frühjahr die zahlreichen Märzenbecher, die dort gehäuft vorkommen aufgrund des Kalkbodens, des speziellen Kleinklimas und des Schutzes durch die mittelalten Buchen (60-80 Jahre). Dieser Blütenteppich erstreckt sich auf einer Fläche von 1,2 km Länge und 300 m Breite und ist für die Gegend des Weserberglandes einmalig. Da die Buchen im zeitigen Frühjahr noch kein Laub entwickelt haben, kommen noch weitere Frühjahrsblüher wie Buschwindröschen und einzelne Lerchensporne vor und prägen den besonderen Frühjahrsaspekt des Schweinebergs. Zur Märzenbecherblüte werden geführte Naturwanderungen durch Fachpersonal angeboten. Zuständig ist die StadtHamelnals untere Naturschutzbehörde. Natur erleben ohne zu stören: Bleiben Sie bitte auf den Wegen und führen Sie Hunde an der Leine. Wählen Sie in der Infospalte weitere Informationen über das Gebiet aus...