Die Kirche im historischen Ortskern von Radegast, nahe dem Elbe-Radweg, erzählt eine reiche Geschichte. Seit 1653 ist der Schutzheilige der Kirche unbekannt, was ihr eine geheimnisvolle Aura verleiht. Ein verheerendes Feuer zerstörte 1627 Bänke, Böden und den Predigtstuhl. 1752 riss man den alten Turm ab und baute ihn 1759/60 neu. Die Sakristei kam bereits 1729 hinzu.
Der Altar, ein Meisterwerk von 1811, zieht die Blicke der Besucher auf sich. Besonders beeindruckend sind die kunstvoll gearbeiteten Leuchter von 1658 und die prächtigen Altardecken aus den Jahren 1801 und 1849. Die hölzerne Kanzel aus dem Jahr 1811 zeugt von der Handwerkskunst vergangener Jahrhunderte. Seit 1884 erfüllt der Klang einer Orgel die Kirche mit Musik.
Nach umfassender Renovierung finden seit 1998 dort wieder regelmäßig Gottesdienste statt. In den Sommermonaten steht die Kirche offen und lädt als Radwegekirche Besucher zur Besinnung ein.